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Snowfall: Cold Silence

Stil: Melodic Rock / AOR

Cover: Snowfall: Cold Silence

Lee Small, mehr oder weniger bekannt durch SHY und PHENOMENA, hat sich mit "Cold Silence" ein weiteres Plüsch-Ei ins Nest gelegt, das die gleichen Themenkreise umschwärmt, wie es der AOR seit jeher tut: Achtziger-Schmonzetten auf der Leinwand oder im TV ziehen am geistigen Auge vorbei.

Als Soundtrack dazu könnte diese Scheibe auf jeden Fall fungieren. Die Keyboards tönen mitunter zu klebrig ("House of Prayer", "Oscillate", "The Vesper Bell"), aber zum SUPERTRAMPigen "I Won't Be Lonely Anymore" passt die Ausrichtung trefflich. Die durchweg beherzt zulangende Rhythmusgruppe nivelliert den labbrigen Eindruck ein wenig und spielt ihre Trümpfe vor allem im kraftvoll schmetternden "Citadel of Hope", bei "Stampede" sowie während "Jack of Diamonds" aus ... cooler Chorgesang hier übrigens.

Small mimt zwischendurch den Glenn Hughes ("Heaven's Not Up There") und lässt abgesehen vom eröffnenden "Don't Drive Me Home Tonight" nur selten zu, dass oberflächliche Heiterkeit einzug erhält. Im Umkehrschluss zieht die ein wenig zu versonnene Ader des Projekts jedoch nach sich, dass SNOWFALL statt eines Langweilers wie "Wolf's Lair" mehr Progressives wie "Alexandria" gut getan hätte; ein Reinfall (Witz gemacht) sind sie indes dennoch nicht. Japan erhält mit "The Chosen Few" einen Bonustrack - liebgewonnene oder notwendige Tradition?

FAZIT: SNOWFALL punkten letztlich vor allem mit ihrem Sänger als Aushängeschild sowie der erfrischend knalligen Produktion ihrer dennoch zwanghaft glatten Melodic-Rock-Hymnen ... und nichts weniger als dies sind die Songs auf "Cold Silence", weshalb einmal mehr gilt: Stiltreue Hörer machen nichts falsch, wenn sie diesen Teller wählen.

Punkte: 8/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 16.04.2013

Tracklist

  1. Don't Drive Me Home Tonight
  2. Citadel of Hope
  3. House of Prayer
  4. Heaven's Not Up There
  5. Jack of Diamonds
  6. Wolf's Lair
  7. I Won't Be Lonely Anymore
  8. Stampede
  9. Oscillate
  10. Alexandria
  11. The Vesper Bell

Besetzung

  • Bass

    “PB” Riise

  • Gesang

    Lee Small, Bjørn Westum

  • Gitarre

    Tore Meli

  • Keys

    “PB” Riise, Helge Flatgård

  • Schlagzeug

    Perra Johnson

Sonstiges

  • Label

    Escape / Soulfood

  • Spieldauer

    52:25

  • Erscheinungsdatum

    19.04.2013

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