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Space Vacation: Heart Attack

Stil: US Metal

Cover: Space Vacation: Heart Attack

Wenn sich deutsche Metalbands heutzutage auf die 80er beziehen und auch noch so klingen wollen, dann kommt nicht eben selten Fremdschämmetal auf Rumpelniveau dabei heraus. Wenn Amerikaner heutzutage so klingen wollen wie in den 80er Jahren, dann steht das oftmals auf einem doch deutlich solideren Fundament. So wie im Fall von SPACE VACATION, die mit „Heart Attack“ ihr zweites Album veröffentlichen.

Wie das selbstbetitelte Debüt im Jahre 2009 haben die Kalifornier auch „Heart Attack“ zunächst in Eigenregie auf den Markt gebracht, ehe Pure Steel zugriffen und das Album nun auf breiter Fläche in die Plattenläden hieven. Und mit Nennung des Labels sind auch einige stilistische Richtung per se ausgeschlossen – es wird niemanden so recht überraschen, dass das Trio um Bassist und Sänger Scott Shapiro klassischen US-Metal mit dezenten europäischen Einflüssen fabriziert, basisch produziert, mit feinen Melodien versehen und von der hohen Stimme Shapiros gekrönt.

Ohne sich melodisch an den Mainstream anzubiedern, gelingt es SPACE VACATION dennoch, Songs mit Wiedererkennungswert zu schreiben – „Bro Hammer“ und insbesondere das abschließende „Rocker“ sind ganz gute Beispiele für das feine Melodieverständnis der Band, der sich in diesem Jahr übrigens Ex-VICIOUS-RUMORS-Gitarrist Kiyoshi Morgan angeschlossen hat.

FAZIT: Von einer Sensation sind SPACE VACATION noch ein gutes Stück entfernt, doch wer mit einem stilistischen Gebräu aus klassischem 80er-Jahre-US-Metal in deutlich melodischerer Strickart und frühem Euro-Metal wie DIAMOND HEAD etwas anfangen kann, der liegt mit „Heart Attack“ sicherlich nicht falsch.

Punkte: 10/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 24.01.2013

Tracklist

  1. Heart Attack
  2. End of the Bender
  3. Bro Hammer
  4. Boston Massacre
  5. Devil's Own
  6. Summer Knights
  7. On the Road
  8. Loaded Gun
  9. Logan's Run
  10. Rocker

Besetzung

  • Bass

    Scott Shapiro

  • Gesang

    Scott Shapiro

  • Gitarre

    Kiyoshi Morgan

  • Schlagzeug

    Eli Lucas

Sonstiges

  • Label

    Pure Steel Records

  • Spieldauer

    44:55

  • Erscheinungsdatum

    25.01.2013

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