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Stefan Saffer: This Is Not A Dark Ride

Stil: Springpetty Roots Rock

Cover: Stefan Saffer: This Is Not A Dark Ride

Das Titellied zur Eröffnung gibt die Marschrichtung vor: Mag STEFAN SAFFER auch aus Leipzig stammen, auf „This Is Not A Drak Ride“ wird das Erbe BRUCE SPRINGSTEENs verwaltet. Hemdsärmeliger Americana-Roots-Rock eines begabten Adepten, der dem Boss zu seinen populärsten Zeiten durchaus gerecht wird. Gegenüber dem Vorgänger „From Rebellion To Redemption … And Then Back!“ legt SAFFER eine ordentliche elektrische Schippe drauf und lässt es rocken und rollen („The Hard Road“).

Erdverbunden und hymnisch, SAFFER und seine Band können beides. Ob countrifizierte Ballade wie „Into The Dark Heart Of My Country”, stampfender Rocker mit einem Hauch von THE CLASH (“This Is Mine And This Is Yours”) oder Gipfeltreffen von SPRINGSTEEN, PETTY und YOUNG („And She Said“), die Melodien haben mitreißenden Schwung, die Songs sind handwerklich so sauber umgesetzt, dass sie schmutzig klingen.

Leider auch ziemlich unoriginell, vor allem „The Hard Road“ und „Number On Your Wall“ wirken wie tausendmal gehört. Wenn SAFFER zündende Ideen hat, und die Umsetzung wie eine inbrünstige Hommage an seine Vorbilder und darüber hinaus klingt („And She Said“, das fantastische „When Justice Walks On Death Row“), besitzt das hohen Unterhaltungswert. In den oben genannten schlechteren Momenten hilft der Griff zur Skip-Taste.

Im letzten Drittel des Albums verlassen SAFFER und seine Kollegen die ausgetreten Pfade etwas. Dann spielen auch andere Musikströmungen in den uramerikanischen Roadtrip, abgefeiert von einem enthusiastischen Leipziger, hinein. Das tut dem Album gut, kann aber den Eklektizismus nicht übertünchen. Wen das nicht stört bekommt ein solides, engagiertes und stellenweise arschkickendes Stück Musik(historie) geboten

FAZIT: „Born To Run“ ist lange her. Wer es vermisst, der darf STEFAN SAFFERs aktuelles Album mit Genuss und ohne Reue auflegen. Unvergänglich oder altbacken liegt wie so oft im Ohr des Hörers. Wer mit den genannten Namen etwas anfangen kann, macht nicht viel verkehrt, alle anderen und vor allem Avantgardisten sollten erst einmal antesten.

Punkte: 9/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 15.10.2013

Tracklist

  1. This Is Not A Dark Ride
  2. Surrender And Rejection
  3. This Is Mine And This Is Yours
  4. Into The Dark Heart Of My Country
  5. The Hard Road
  6. Number On Your Wall
  7. No Easy Way To Freedom
  8. And She Said
  9. When Justice Walks On Death Row
  10. Between High Seas And Dark Cities

Besetzung

  • Bass

    Jimmy Warwas, Thomas Kinnigkeit

  • Gesang

    Stefan Saffer, Angela Hoffmann, Kerstin Braun

  • Gitarre

    Stefan Saffer, Alex Wurlitzer

  • Schlagzeug

    Marcus Heinzig

Sonstiges

  • Label

    Cactus Records

  • Spieldauer

    50:26

  • Erscheinungsdatum

    19.08.2013

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