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Stone Cold Kill: Out For Blood

Stil: Heavy Metal

Cover: Stone Cold Kill: Out For Blood

Harte Äpfel fallen nicht weit vom Stamm ... Ralph, der Frontmann dieser britischen Newcomer, ist der Sohn von ASOMVELs Lenny Robinson, und sieht den verstorbenen Jay-Jay Winter als großes Vorbild. Es könnte schlechtere Rollenmodelle geben, wenn man knorrigen Metal spielen möchte, und demzufolge darf man STONE COLD KILL eine aussichtsreiche Zukunft im Fahrwasser der Idole attestieren.

Der urtümliche Stil, den das Trio fährt, ist mehr NWoBHM als vieles, dem dieses Etikett heutzutage angedichtet wird, wobei es sich oftmals um das narzisstisches Gefiedel blonder Jünglinge aus Skandinavien handelt, wahlweise auch mit "okkultem" Unterboden zur Rechtfertigung des leidlich spannenden Ausgangsmaterials. Sicher, STONE COLD KILL machen das Rad auch nicht wieder viereckig, aber ihr Sound zwischen MOTÖRHEAD ("Incineration") und den eher melodischeren Momenten der Altvorderen - Zwillingsharmonien verbieten sich aufgrund der Besetzung leider - lässt sich mittlerweile schon fast in einer Mini-Nische ansiedeln.

Umso klassischer klingt die Band dabei als Trio: Bass und Gitarre stehen gleichberechtig nebeneinander, und so käsig die Buben aussehen, so herbe knattert der Sänger vor sich hin, vor allem im Mitgröler und Titelstück "Out For Blood" mit einem Eddie-Clarke-verdächtigen Solo. War "Cheap Faker" zu Beginn noch schmissig flott, suhlen sich STONE COLD KILL während "Dead Man Walking" in fiependem Midtempo, das ihnen trotz überraschender Rhythmuswechsel weniger gut steht - eine Scharte, die das wiederum forsche und enorm griffige Finale "Nothing To Lose" ordentlich auswetzt. In dieser Form sind die drei Jungspunde eine Empfehlung für die wirkliche Basis wert, während die Fraktion der Schönlinge nach dem Genuss dieser EP zuerst einmal die mit Bier besudelte Kutte in die Waschmaschine steckt.

FAZIT: STONE COLD KILL wollen nicht krampfhaft Metal, hässlich und weiß der Teufel was sein, sondern sind es in der Tat. "Out For Blood" zeugt mit simplen wie griffigen, aber nicht stumpfen Kompositionen von einer hungrigen Band, die sich vor allem mit den Pubrock-Anfängen ihres Stils auseinandergesetzt hat und so dicht verwachsene Wurzeln hervorkehrt, wie manche Bandlogos aussehen.

Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.07.2013

Tracklist

  1. Cheap Faker
  2. Incineration
  3. Out For Blood
  4. Dead Man Walking
  5. Nothing To Lose

Besetzung

  • Bass

    Ralph Robinson

  • Gesang

    Ralph Robinson

  • Gitarre

    T-Bone

  • Schlagzeug

    Kyle Corrigan

Sonstiges

  • Label

    Eigenvertrieb

  • Spieldauer

    15:38

  • Erscheinungsdatum

    14.06.2013

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