Obwohl die schwedischen Rocker des STONEWALL NOISE ORCHESTRA mit "Salvation" ihr bereits viertes Album im Gepäck haben, blieb ihnen bisher der große Durchbruch verwehrt. Mit alten Trademarks, aber zugleich aufgeräumterem Songwriting sowie verstärkt in den Mittelpunkt gerückten Refrains schickt sich das Quintett nun an, sich aus diesem Zustand zu erlösen.
Zunächst scheint diese Formel auch aufzugehen. "Die, Die, Die" rockt fröhlich nach vorne weg und überrascht dabei mit leicht orientalischem Flair, "New Age Inc." lässt Parallelen zu RED FANG aufblitzen bevor eingängige Gesangslinien sich im Refrain ins Gedächtnis brennen. In Form des "Monsoon Song" findet sich sogar ein stilistischer Ausflug in bedrückend melancholische Gefilde samt Akustikgitarre, bevor die Gitarrenfraktion wieder in gewohnter Manier die Röhren ihrer Verstärker mit einer Mischung aus 70's und Stoner Rock zum glühen bringen.
Um an dieser Stelle Missverständnissen vorzubeugen, die Qualität der Songs bricht auch in der zweiten Hälfte von "Salvation" nicht dramatisch ein. Dennoch stellt sich bereits hier ein gewisses Sättigungsgefühl beim Hörer ein. Zu strikt wird an der vermeintlich erfolgversprechenden Formel des Songwritings festgehalten und auf einen "großen" Refrain nach dem anderen hingearbeitet. In Kombination mit der relativ glatten Produktion lässt dies die ein oder andere Gesangslinie schon mal leicht kitschig anmutet. ("Empire", "Beating Butterflies") Es fehlt mit voranschreitender Spielzeit zunehmend an mutigen Momenten wie dem finalen "Dead Eden" mit seinen bluesigen Einflüssen.
FAZIT: Wie bereits mit den vorangegangenen Alben liefert das STONEWALL NOISE ORCHESTRA auch mit "Salvation" nur ein weiteres gutes, aber kein herausragendes Album ab, das den Anhängern sicher Freude bereiten, aber wohl (noch) nicht zum großen Durchbruch reichen wird.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 12.03.2013
Jonas
Singe
Snicken, Mike
Mr.Pillow
Record Heaven / Transubstans Records
43:18
06.02.2013