Als sich 1986 vier finnische Musiker unter dem Banner STUD zusammenfanden, beschlossen sie seinerzeit angeblich, eine der aggressivsten und lautesten Bands zu bilden. Gesungen wurde damals in Finnisch, und trotz einiger Anfangserfolge brach die Combo Ende der 80er-Jahre auseinander. Im Jahr 2012 trafen sich die Musiker von STUD wieder – und weil man gerade so schön beisammen war, entschloss man sich direkt, das Debütalbum einzuspielen.
Auf „Out Of The Darkness“ gibt es allerdings weder aggressive noch laute Musik zu hören, und gesungen wird auch nicht mehr in Finnisch. Schade, denn so hätte man noch ein paar Exotenbonuspunkte einsacken können – zu hören gibt es auf dem Debüt jedenfalls komplett unoriginellen und uninspirierten 08/15-Hardrock mit leichtem Classic-Metal-Einschlag, also jene Art von Musik, die beispielsweise Ronnie James Dio gemacht hat. Allerdings ins gut. Hier hat man jedes Riff bereits tausendfach auf anderen Veröffentlichungen gelangweilt gehört, die Refrains mit dünnen Shouts kommen manchmal nicht über Schülerband-Niveau hinaus. Das einzige, was wirklich gefallen kann, ist die Sologitarre von Mika Kansikas. Aber eine Gitarre alleine macht noch keinen Rockklassiker.
FAZIT: Nicht jede Band, die vor 20 Jahren eine lokale Größe war, muss sich zwingend reformieren. STUD gehören leider dazu.
Punkte: 5/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 18.11.2013
Matti Jalonen
Ari Toivanen
Mika Kansikas
Stenda Kukkonen
Eigenveröffentlichung
50:14
18.10.2013