Irgendwie sitzen BLOODY HAMMERS zwischen allen Stühlen, aber sie machen es dem Hörer trotzdem einfach, gemocht zu werden. Man klaut einfach bei diversen Größen, mischt alles neu und gibt dem Ganzen eine eigene Note.
So dürfen sicher Einflüsse von 30 SECONDS TO MARS, HIM oder SPIRITUAL BEGGARS genannt werden, die immer wieder beim Hören der Band aus Charlotte/North Carolina in den Sinn kommen. Aber man gibt Album Nummer Drei namens „Under Satan's Sun“ durchaus eine eigenwillige Note, die erheblich von der prägnanten Stimme Anders Mangas getragen wird, die klar und hoch ist, die die Töne trifft und in den besten Momenten für Gänsehaut sorgt.
„Under Satan's Sun“ lebt aber nicht von der Stimme allein, auch ein Großteil der Songs ist gut gemacht und gar nicht so leicht einzuordnen. Sich selbst bringen BLOODY HAMMERS mit Gothic und Southern Rock in Verbindung. Das kann man entfernt nachvollziehen, aber auch simpler Hard Rock oder gelegentlich eingängiger Doom dürften genannt werden, meist knarzt der Bass hölzern und garstig, während die Gitarre allseits bekannte Riffs zitiert und im Hintergrund die Orgel verhalten kleine Melodien beiträgt. Dabei kommen eine handvoll echter Hits und Ohrwürmer heraus, aber auch eine vergleichbare Anzahl mittelmäßiger – weil wenig spannender – Songs , so dass BLOODY HAMMERS nicht auf ganzer Länge überzeugen können. Wer es nicht zu hart und trotzdem eingängig mag, sollte aber unbedingt ein Ohr riskieren.
FAZIT: „Bloody Hammer“ ist sicher eine der größten Songs, die Roky Erickson je geschrieben hat, BLOODY HAMMERS sind keine vergleichbaren Kaliber, aber dürften mit ihrer eingängigen Musik zwischen Occult Rock, softem Doom und simplen Hard Rock schnell viele Fans gewinnen.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 29.05.2014
Anders Manga
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