Mit neuem Gitarristen Alexander Lyrbo und Album Nummer fünf melden sich BULLET zurück. Und die kleine Frischzellenkur hat der Band hörbar gut getan, denn "Storm Of Blades" ist nicht nur härter und stärker ausgefallen, als der Vorgänger "Full Pull", sondern dürfte bald zu einem Höhepunkt und der Diskografie avancieren.
Dabei macht die Band nicht so viel anders, als sonst, hat aber ihr eigenes Profil nochmal so geschärft, wie es auf dem Cover zu sehen ist. Klar, die Haupteinflüsse schimmern immer noch durch, aber inzwischen haben BULLET ihren recht eigenen Sound zwischen Hardrock und Heavy Metal etabliert und sind in der Lage, ihn mit ansprechenden Feinheiten auszuschmücken. Wie zum Beispiel das hochmelodische "Riding High" zeigt, auch wenn die Gitarrenleads dezent an The Devil's Blood erinnern. So ähnlich ergeht es einem mit dem Killerriff von "This One's For You", dem einen gewisse Judas Priest-Lastigkeit anheim ist, aber trotzdem verdammt cool ist. Der dezent melancholische Song ist dazu auch prima arrangiert. Gleiches gilt für "Crossfire", einer Midtempo-Nummer mit starken Leads und interessantem Perkussions-Mittelteil.
Die hohe Hitdichte von "Storm Of Blades" wird ansonsten durch den harten Titeltrack, einem Loblied auf den Heavy Metal, den superben Rocker "Tornado" und dass eingängige "Hammer Down" bestätigt, aber selbst die etwas weniger auffälligen Songs sind immer noch starke Nummern und kein Füllmaterial. Alle Songs sind kompakt, kommen auf den Punkt und sind zumeist auch mit richtig guten Soli versehen.
FAZIT: So mitreißend wie ein Tornado!
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 30.09.2014
Adam Hector
Hell Hofer
Hampus Klang, Alexander Lyrbo
Gustav Hjortsjö
Nuclear Blast/Warner
38:12
05.09.2014