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Rocka Rollas: The Road To Destruction

Stil: Heavy Metal

Cover: Rocka Rollas: The Road To Destruction

Es kommt nicht oft vor, dass man beim erstmaligen Anhören eines Albums fast durchgehend mit einem breiten Grinsen vor der Anlage sitzt. Bei „The Road To Destruction“, dem Debüt der Schweden ROCKA ROLLAS, war genau das der Fall. Der herrlich altmodische Ritt durch die Hochzeiten des Heavy Metals macht einfach verdammt viel Spaß.

Zumindest dann, wenn man auf Eigenständigkeit und innovative Ideen gepflegt pfeifen kann. Auf den acht eigenen Tracks (plus Intro und MAGNUM-Cover) legt das schwedische Quartett ein höllisches Tempo vor, galoppiert im ICE-Tempo durch die Creme de la Creme des (deutschen) 80er-Jahre-Stahls: HELLOWEEN, RUNNING WILLD, GRAVE DIGGER und ACCEPT werden hier munter zitiert, mit „modernen“ (hüstel…) Bands wie GAMMA RAY, PRIMAL FEAR oder RHAPSODY vermischt.

Klar, das Ganze ist für null Cent neu, und in Sachen Tiefgang ist „The Road To Destruction“ auch eher Katamaran als Kreuzfahrtschiff, doch was soll’s: Wenn Sänger Ced zwischen Kai Hansen und Joacim Cans sich in höchste Regionen aufmacht und kernige Klischee-Vocals schmettert, dann wandert die Faust unweigerlich nach oben; angesichts der prägnanten Gitarrenarbeit sollte sich ein gewisser Herr Kasparek erst dann wieder zu Gehör melden, wenn er in der Lage ist, Riffs und Leads zu schreiben, die denen der ROCKA ROLLAS zumindest annähernd das Wasser reichen können. Mit Ausnahme der Hymne „Firefall“ halten die Schweden das Tempo durchgehend auf 180, selbst den MAGNUM-Klassiker „Kingdom Of Madness“ verfrachten sie auf die Überholspur und blasen dem Melodic Bombast Rock die letzten Staubkrümel aus den Gehörgängen.

FAZIT: Anspruch? Pah. Tiefgang? Awatt. Metal? Hunnertprozent. Spaß? Aber sowas von. Für solche Alben ist das Wörtchen „geil“ einfach erfunden worden.

Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 08.10.2014

Tracklist

  1. The Gathering
  2. Curse Of Blood
  3. The Road To Destruction
  4. Firefall
  5. Darkheart
  6. A Wave Of Firestorms
  7. With Fire And Sword
  8. The War Of Steel Has Begun
  9. Guardians Of The Oath
  10. Kingdom Of Madness

Besetzung

  • Bass

    Henke

  • Gesang

    Ced

  • Gitarre

    Emil, Ced

  • Schlagzeug

    Billy

Sonstiges

  • Label

    Stormspell Records

  • Spieldauer

    43:45

  • Erscheinungsdatum

    26.09.2014

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