Oberflächlich betrachtet erfüllen STUDFAUST alle Voraussetzungen, um uns ordentlich in den Arsch zu treten. Cooler Bandname, dümmlich-geile Songtitel: "1980’s Ladies" oder "Erection of the Egoist", was auch immer das bedeuten mag. Leder, Nieten, Patronengürtel und Einflüsse wie VENOM, MOTÖRHEAD und THE EXPLOITED. Und einen großen Namen des Metal-Undergrounds: Bård "Faust" Eithun, bekannt als verurteilter Mörder (seit 2003 auf freiem Fuß) und Drummer bei EMPEROR.
Das ist doch allerhand. Bloß kann der Heavy Metal Punk auf "Where the Underdogs Bark" damit nicht mithalten. Hinter der ansprechenden Fassade verbergen sich ziemlich öde Songs, der Sound ist unausgeglichen, die Refrains teilweise nervig. Man hört heraus, dass die Band Spaß hat, aber STUDFAUST scheint in erster Linie ein Wochenendhobby zu sein, das nach einigen Sauf- und Headbang-Sessions sieben Songs hervorgebracht hat.
FAZIT: Sieben Songs, die man nicht hätte veröffentlichen müssen.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 04.08.2014
Pete Evil
Tore Bratseth
Tore Bratseth
Faust
Soulseller Records
20:45
15.08.2014