Den Hit ihres Debütalbums haut das Quartett aus Stuttgart gleich zu Beginn raus: „Mexico Sweet Mexico“ begeistert auf Anhieb mit filigranen Classic-Rock-Gitarren, tief knarzendem Bass und eingängigem Refrain. Groovender Stoner Rock vom Feinstem, mit dem sich die BROTHERS OF THE HEAD vorerst in der Nähe der zur Zeit so angesagten KADAVAR platzieren. Von dort begibt sich die Band, die vorher unter dem Namen BOMB WHATEVA ¿ aktiv war (und sich somit diesbezüglich klar verbessert hat), aber schnurstracks auf den dröhnigen Pfad zum „Son Of The Sun“, um KYUSS zu huldigen. Fett, staubig und nach Tequila und Bier dürstend.
Dort fühlt sich die Band, die sich für Mix und Mastering die Dienste von Hans Olsson (u.a. GRAVEYARD) sichern konnte, auch deutlich am wohlsten. Zum Beweis schieben sie mit dem Achtminüter „Slipping Away“ einen sandigen Doom-Brocken hinterher, der alles beinhaltet, was der Genre-Freund verlangt.
Bevor es zu trocken wird, gibt „No Free Ride“ kurz Zwischengas. Die Gitarren packen hier erst recht gut zu, allerdings taugt der wenig prägnante Gesang des Bassisten dabei nicht so richtig. Der macht sich bei einem tiefgestimmten Groover wie „Taken By The Light“ wieder wesentlich besser.
Beim neunminütigen Abschluss „Supernova City“ kommen einem in den spacigen Momenten dann noch kurz MONSTER MAGNET in den Sinn, letztendlich schlägt aber einmal mehr die Vorliebe der Brüder für den John-Garcia-Sound voll durch.
FAZIT: Desert-Rock aus Schwaben, nicht gerade innovativ, aber gekonnt und überzeugend.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 03.05.2015
Cody Barcelona
Cody Barcelona
Karl Francis, Pappy Van Linkle
Amin Axestoneville
Metalapolis Records
37:13
17.04.2015