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Männi: Wille aus Beton

Stil: Rock: deutsch

Cover: Männi: Wille aus Beton

Mit dieser EP stellt sich der ehemalige Bassist von LONGING FOR TOMORROW auf muttersprachlichen Solopfaden vor und knüpft musikalisch nur ansatzweise an seinen Post-Hardcore-Background an. "Wille aus Beton" bietet eingängigen und smart arrangierten Schrammel-Sound mit Indie-Appeal, aber allzeit angenehmer Rauheit.

Das Gute am deutsprachigen Ansatz von Männi ist seine Fähigkeit, unverkrampft zu dichten und dennoch nicht auf plumpe Parolen zurückzufallen, doch das wäre natürlich unerheblich, wenn die Musik nur so-lala wäre, doch auch hier punktet der Aachener: Nach dem verhältnismäßig poppigen Beginn ("Nur das!" klingt abzüglich schräger Hip-Hop-Parts später sehr ähnlich im Vergleich zu "Du hast Recht") kontrastiert er stilistisch mit dem zäh schweren "Rotterdam", ehe "Es geht nicht mehr" zwischen Antreiber und Leisetreter changiert, wobei den synthetischen Drums eine vordergründige Rolle im Sound zufällt.

Der Spagat zwischen Rock und Elektronik erfolgt sowieso generell ohne Leistenzerrung, und wie gesagt: Die Arrangements beziehungsweise "Orchestrierung" der Stücke zeugt von einer Vision, die nicht dreist am Schaffen anderer gebürstet ist. Demnach geht Männi wohl auch in Zukunft spannende eigene Wege.

FAZIT: "Wille aus Beton" bietet unverbindlichen, weil vielfältigen und ohne Stereotypen auskommenden Deutschrock mit findigen, originellen Sounds, Strukturen und ebensolchen Texten. Garantiert spartenfrei und demnach umso empfehlenswerter.

Erschienen auf www.musikreviews.de am 24.02.2015

Tracklist

  1. Du hast Recht
  2. Rotterdam
  3. Es geht nicht mehr
  4. Nur das!
  5. Niemals

Besetzung

  • Bass

    Samuel Dickmeis

  • Gesang

    Samuel Dickmeis

  • Gitarre

    Samuel Dickmeis

  • Keys

    Samuel Dickmeis

  • Schlagzeug

    Samuel Dickmeis

Sonstiges

  • Label

    Spinnup / Universal

  • Spieldauer

    18:40

  • Erscheinungsdatum

    27.02.2015

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