Anders Manga und Devallia sind miteinander verheiratet und die kreativen Köpfe hinter BLOODY HAMMERS. Das letzte Werk „Under Satan's Sun“ hat mit seiner Mischung aus doomigen Okkult-Rock und Gothic durchaus Langzeitwirkung entfaltet, ob das auch mit „Lovely Sort Of Death“ gelingt, darf allerdings mit einem großen Fragezeichen versehen werden.
Ja, BLOODY HAMMERS verstehen es weiterhin, eingängige melodische Songs mit prägnantem Gesang zu schreiben, aber man hat seinen angedeuteten Kurswechsel Richtung Gothic komplett vollzogen, soll heißen, Gitarren spielen hinter dicken Keyboard-Teppichen nur noch die zweite Geige. Wirklich tragend sind sie nur noch bei „Ether“ und „Astral Traveller“, ansonsten dominieren Tasten die Melodien, die leider selten sinister wie in „Shadow Out Of Time“ klingen, dagegen oft einfach mainstreamig nett – habe HIM im Sinn – sind. Da fehlt das Mitreißende, „Lovely Sort Of Death“ ist kein reißender Strom mehr, sondern ein plätschernder Bach, in den Mr. Manga seine Füße hält und eine kleine Melodie summt. Aber auch das kann ja durchaus erfüllend sein und so ist das Album nicht kompletter Murks, es erfüllt nur eben die Erwartungshaltung des Hörers nicht.
FAZIT: Kennt man die alten Alben der Bands nicht, wird man wahrscheinlich von den sanften Keyboardmelodien auf „ Lovely Sort Of Death“ schnell umgarnt. Kennt man hingegen die Alben, muss man schon mehrmals schlucken, um den Verlust der Heavyness der BLOODY HAMMERS zu verkraften. Schade, da wäre mehr gegangen.
Punkte: 8/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 05.08.2016
Anders Manga
Anders Manga
Devallia
Doza mendoza
Napalm Records
47:07
05.08.2016