Viertes Album der Schweden, Death Metal - alles gesagt? Mehr oder weniger. BOMBS OF HADES machen Spaß und melden keine Ansprüche auf Originalität an. Können sie sich im sehr, sehr überlaufenen Genre-Feld behaupten? Ja.
Belege dafür sind schlicht und ergreifend viele der Songs auf "Death Mask Replica", zuvorderst das mitreißende Titelstück mit seinem simplen wie prägnanten Refrain, der schlicht den Songnamen widergibt, aber auch das rasende Doppel aus "On Pillars Of Madness" und "The Venom", die prompt auf THE CROWN zu besten Zeiten stoßen, was etwaige Vergleichsmöglichkeiten angeht.
Stilistisch haben BOMBS OF HADES eine angenehme Crust-Kante auf der Plusseite, und man muss nicht nur aufgrund des Bandnamens am MOTÖRHEAD denken (also "Bomber"), wenn man so einige Momente der zwei Handvoll Lieder hört. Die Vorliebe des Quartetts für forschen Rock'n'Roll mit gehörigem Schmutz lässt sich nicht in Abrede stellen und steht ihm verflixt gut, wo sich andere Mitbewerber gegenseitig an Steifheit überbieten oder ihr Heil vergeblich im vermeintlich "Okkulten" suchen.
Wo wir bei den Texten wären … Einheitskost, die gleichgültig zurücklässt, aber drauf geschissen, denn wie gesagt: "Death Mask Replica" (fast möchte man "Trout Mask Replica" schreiben, aber mit Kapitän Rindfleischherz haben die Unterweltbomben rein gar nichts am Hut bzw. der Maske) macht Bock, vor allem auf Konzerte der Band.
FAZIT: Charmanter wie positiv gleichförmiger Death Metal ohne Experimente, dafür mit einem Mehr an R-O-C-K, und mindestens drei Viertel der Songs sind echte Mini-Hits.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 30.01.2016
Drums Anders Ekman
Jonas Stålhammar
P-O Söderback, Jonas Stålhammar
Magnus Forsberg
War Anthem
36:17
29.01.2016