Metalpunkalternative-Irgendetwas spielen diese Debütanten aus Tours in Frankreich, das Ganze kräftig durch den Wolf der eigenen Einflüsse gedreht, ohne einen Hehl aus ihnen zu machen. BORN TO BURN verbinden den metallischen Hardcore von beispielsweise MERAUDER oder neueren AGNOSTIC FRONT mit ebenso stumpfem Thrash Metal, wobei wie zu erwarten die flotten Songs am ehesten überzeugen.
Das forsche 'Hammer' steht an vorderster Stelle, sollte man sich für die Band interessieren und sie checken wollen. Ansonsten gibt es viel KORN-artige Midtempo-Soße, nur nicht ein Viertel so gut wie die Amis. Das rockige 'Pigs' mit etwas schmissigerer Gitarrenarbeit, die über die üblichen oberen drei bis fünf Bünde hinausgeht, deutet das Potenzial der Musiker sowohl als Instrumentalisten als auch als Komponisten an.
Andererseits fallen ihnen die wutschnaubenden Tracks 'The Shield' und 'Loud' zu Lasten, die nicht aus dem Quark kommen, furchtbar bemüht anmuten und fast amateurhaft anmuten. Sänger Ted kommt besonders gut, wenn er authentisch wütend faucht, wohingegen sein Blöken während der Hüpf-Passagen eher aufgesetzt wirkt.
Insgesamt: unsympathische Kraftmeierei, eine Menge Lärm um nichts und Gehämmer ohne Feingefühl. Das ultra-schleppende 'Finish Him' sei als Ausnahmestück und zweiter Anspieltipp empfohlen.
FAZIT: Entbehrlicher Gebrüll-Metalrock.
Punkte: 6/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 31.10.2016
Jo
Ted
NoNo, Rico
Nosh
Dooweet
45:35
07.10.2016