Im siebten Jahr ihres Bestehens kehren BROKEN KEY eine gewisse Souveränität hervor, die ihren groovigen Metal als Relikt der 1990er durchweg überzeugend wirken lässt, auch wenn er weder originell noch kompositorisch aufsehenerregend ist.
Die Hallenser changieren zwischen treibenden Hämmern wie dem Opener "Brick" oder "Never Say No" und fast rockigen Arschwacklern wie "Face In The Dust". Ihre Achillesferse ist eindeutig Sänger Rene, der nicht wirklich flexibel grölt, aber zumindest verständlich ist und auch keine dummen Texte schreibt. In ihren besten Momenten walzen BROKEN KEY fast BOLT-THROWER-mäßig ("Sick Soldiers"), und das darf man ausdrücklich als Lob ansehen.
FAZIT: Stumpf ist trumpf, aber nicht nur - BROKEN KEY zeichnen sich ihrem hohen Hüpf-Faktor zum Trotz durch detailverliebtes Songwriting im gegebenen Rahmen aus und vertreten somit ein heuer selten besetztes Feld irgendwo zwischen zeitgenössischem Metalcore und Crossover-Zeug, das 20 Jahre nach seinem Massenappeal erstaunlich abriebfest erscheint.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 20.08.2016
Robin Schuchardt
Rene Richter
Marcus Griebel, Tommy Kogut
Carlo Hagedorn
STF
38:59
26.08.2016