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Brymir: Slayer Of Gods

Stil: Viking Metal

Cover: Brymir: Slayer Of Gods

Wo ENSIFERUM und WINTERSUN die Königsklasse des finnischen Kitsch-Helden-Hastunichgesehen-Metal verkörpern, sind BRYMIR eine gute Alternative aus der zweiten Reihe, wenngleich sie keine Kritiker dieser Musik bekehren werden.

Wie man es von Musik aus ihrem Land gewohnt ist, legen BRYMIR Professionalität an den Tag und verstehen ihr Handwerk, aber Songs, die über die Genre-Pflicht hinausreichen, bekommt man auf ihrem neuen Album nicht zu hören. Perfekt arrangiert, sauber eingespielt und konventionell komponiert ist ihre Melange aus dudelnden Melodien, heroischen Chören und rauem Gesang vor einem Hintergrund aus pappigen Drums und Melodic-Death-Metal-Riffs, wobei sich die beiden Gitarristen durch handelsüblich virtuose Sweepings und ausladende Lead-Parts für hohe Weihen empfehlen.

Wie gesagt, schreiberisch hat das Ganze Hand und Fuß, ohne den Eindruck zu erwecken, die Gruppe spiele nur ihren Schuh hinunter, wobei als Anspieltipps definitiv das dramatische "Risen" und das beinahe neun Minuten lang packende Titelstück genannt werden müssen. Letzten Endes erfinden BRYMIR das Rad nicht neu (und jetzt alle googeln: Wie viele Rezensionen enthalten diesen Satz im Internet?), leisten aber solide Arbeit. Wer sich von Musik ergreifen lassen möchte, sucht halt anderswo.

FAZIT: Wenn Kunst nur von Können käme, hätten BRYMIR abseits ihrer angepeilten Zielgruppe eine Berechtigung, doch ihr bei den Erfindern des symphonischen extremeren Metal mit nordischer Note entlehnter Sound ist faktisch vertonte Redundanz, wenn man die Werke der zuerst Dagewesenen kennt.

Punkte: 8/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 05.06.2016

Tracklist

  1. Intro
  2. For Those Who Died
  3. Risen
  4. The Black Hammer
  5. Nephilim
  6. Prelude
  7. Slayer of Gods
  8. Thus I Became Kronos
  9. Stormsoul
  10. The Rain
  11. Pantheon of Forsaken Gods

Besetzung

  • Bass

    Jarkko Niemi

  • Gesang

    Viktor Gullichsen, Jarkko Niemi, Sean Haslam, Joona Björkroth

  • Gitarre

    Sean Haslam, Joona Björkroth

  • Keys

    Janne Björkroth

  • Schlagzeug

    Patrick Fält

Sonstiges

  • Label

    Ranka Kustannus / Soulfood

  • Spieldauer

    42:30

  • Erscheinungsdatum

    03.06.2016

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