In Italien grassiert das Stoner-Virus schon seit einigen Jahren in seiner Urform, weshalb so manche Band nach dem anfänglichen Katalog von Labels wie Rise Above oder Man’s Ruin klingt.
Auch MR. BISON, die seit sieben Jahren existieren und Originalität nicht nur in Bezug auf ihren Namen außen vor lassen, schlagen in die Kerbe der frühen ORANGE GOBLIN, ROADSAW oder NEBULA. Zum Glück schlägt das Trio ein überwiegend gehobenes Tempo an und hat mit seinen Gitarristen, die beide Matteo heißen, zwei aussagekräftige Sänger in ihren Reihen, deren Vortrag nicht nur berieselnde Makulatur ist.
Mit “Asteroid” kann man als nicht allzu anspruchsvoller Hörer seine Freude haben, wobei die Live-Erfahrung, die sich die Musiker auf die Fahnen schreiben, tatsächlich hörbar ist. Die aufs Notwendige entschlackten Stücke zünden flott, allen voran das swingende ‘Full Moon’ mit Bläser-Zusatz, ‘Cannibal’ als schnellster Track und ‘Russian Roulette’, das wonnig rumpelt wie die Väter des Garagenrock aus den späten 1960ern.
FAZIT: Wer sich also eine Mischung aus den genannten mit MC5 oder den STOOGES vorstellen kann (machen aktuell auch die Amis Duel vor), sollte MR. BISON ein ungewaschenes Ohr leihen.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 12.03.2016
Subsound Records / Cargo
43:45
18.03.2016