Ganz neue Töne aus dem Vintage-Haus The Sign: SNAKE TONGUE spielen mitnichten farbenfrohen Classic Rock oder Heavy Metal, wie man es von dem Label gewohnt ist, sondern bieten neun kurze Eruptionen innerhalb einer halben Stunde, die mit einem Mix von CONVERGEs Kurt Ballou Zähne ausschlagen.
Das Songwriting ist also nur die halbe Miete, der Sound die zweite Hälfte, die “Raptor’s Breath” zum Erfolg verhilft. Das Quintett setzt auf eine recht “unrockige” Crust-Schiene (rhythmisch ohne viel Lead- oder Solo-Firlefanz) und gelegentliche Grind-Ausbrüche mitsamt unterschwelligen Harmonien, welche die einzelnen Tracks einigermaßen gut voneinander unterscheidbar machen. Frontmann Patrik Lindecrantz kotzt unheilvolle Texte über den transparenten Instrumental-Wust und schafft mit seiner Hintermannschaft zumindest in Form von ‘Altar’ einen sehr zwingenden Song, den sich Freunde von DOOMRIDERS, BLACK TUSK oder ALL PIGS MUST DIE (die Kingsize-Band in diesem Bereich) nicht entgehen lassen sollten … wie eigentlich die ganze Scheibe.
FAZIT: Nicht originell, nicht schön, aber läuternd.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 07.03.2016
Martin
Patrik
Niklas, Fredrik
Samuel
The Sign / Cargo
43:23
11.03.2016