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Soon: Vol. 1

Stil: Doom / Alternative

Cover: Soon: Vol. 1

Sollte diese Band durchstarten, ruft die Szenepolizei wieder den Hipster-Alarm aus, denn Frontmann Stuart McLamb und Drummer Thomas Simpson stammen von der Indie-Truppe The Love Language, also mag mancher die Glaubwürdigkeit eines so harten Ausläufers wie SOON anzweifeln, was aber natürlich völliger Unsinn ist.

“Vol. 1” zeigt ohnehin keine Gift und Galle spuckende Band, sondern melodischen Doom bis Sludge Rock mit irgendwie alternativem Touch, den man auf die Wurzeln der Beteiligten zurückführen kann, aber nicht muss. In jedem Fall schreibt das Quartett auf Harmonie und schwere Riffs zugleich geeichte Musik im recht kompakten Format, sodass speziell die melodischen Refrains der Stücke im Ohr hängenbleiben. Das swingende wie versonnene ‘See You Soon’ sowie das zwischen getragen und rhythmisch hibbelig pendelnde ‘Glass Hours’ seien diesbezüglich an erster Stelle genannt, hinzu kommen immer wieder einzelne Passagen, aber ein bisschen zurückhaltend wirkt das Ganze schon noch.

Die Akustikballade ‘Mauveine’ überzeugt demnach besonders, weil sie zum unaufdringlichen Duktus der Macher passt, und dass das Abschlussstück ‘Rise’ unnötigerweise in Drone-Gefilde abschweift, unterstreicht den soweit unausgegorenen Charakter der Truppe.

FAZIT: Schlecht geht anders, überragend aber auch.

Punkte: 8/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 29.02.2016

Tracklist

  1. We Are On Your Side
  2. Burning Wood
  3. See You Soon
  4. Gold Soul
  5. Glass Hours
  6. Mauveine
  7. Datura Stramonium
  8. Rise

Besetzung

  • Gesang

    Mark Connor

  • Gitarre

    Stuart McLamb, Mark Connor

Sonstiges

  • Label

    Temple Of Torturous / M-System

  • Spieldauer

    45:23

  • Erscheinungsdatum

    04.03.2016

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