Es zeichnete sich schon in ihrer frühen Phase von Eigenveröffentlichungen ab: STAGEWAR sind eine spielstarke Thrash-Band und haben ihren über die Jahre hin gefestigten Stil auf diesem ersten breitenwirksamen Release quasi eingedampft: 13 meistens sehr kurze Songs gibt's auf die Ohren, und missen muss die Szene dabei nichts.
Ein bisschen erinnert die Gruppe an eine weniger raffinierte Variante von DEATH ANGEL, die ähnlich spritzig agieren und auf gehobene Spielkultur Wert legen, ohne den Biss zu verlieren. Hinzu kommt eine rockige Kante hier und dort ('No Place To Go'), wobei die Riffs eindeutig aus der Frühphase des Genres stammen, statt dass es sich nur um geschrubbte Power-Chords handeln würde.
Heraus kamen für "Killing Fast" ein paar veritable Genre-Hits, allen voran das an frühe METALLICA erinnernde 'Isolated', das punkige 'My Place My Rules' und das finale, längste (Titel-)Stück, in dem STAGEWAR für ihre Zunft maximal verspielt agieren, ohne an Schmiss einzubüßen.
FAZIT: Sehr geiler Beitrag aus Deutschland zu einem in der Regel eher schnöde dargebotenen Stil - atemlos und dennoch kontrolliert, kompositorisch bombig und sympathisch. STAGEWAR gehört die Zukunft des deutschen Thrash.
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 24.10.2016
Alex
Dezius
Kimon, Dezius
Josef
Bellaphon
34:14
28.10.2016