Mit ihrem Debüt ordnen sich STILLBORN SLAVE perfekt zwischen Metal und Hardcore ein, ohne eigene Akzente zu setzen.
Programmatischer Metalcore, der sich zweifelsohne an Platzhirschen wie KILLSWITCH ENGAGE, AS I LAY DYING oder den Deutschen CALIBAN orientiert, wird folglich geboten, was nicht weiter schlimm wäre, wenn Frontmann Kronos nicht bereits nach 20 Sekunden auf die Nerven fallen würde. Sein einseitiges Blöken zehrt dergestalt daran, dass man (fast zum Glück) an den 08/15-Riffs der beiden Gitarristen vorbeisieht, aber eben nur fast. Dazu gibt es ein paar Standard-Tapping-Solos, die weder einen Bock fett machen, noch in irgendeiner anderen Weise sinnvoll wirken - abgesehen davon, dass sie den Genre-Konventionen entsprechen.
Wie überhaupt das gesamte Liedgut … Das Quintett ist immer hübsch melodisch, wenn es nicht gerade Breakdowns verzapft oder fast schwarzmetallisch schreddert ('The End Of Everything') bzw. thrasht. Hängen bleibt nichts, wei die Kadenzen und Hooks derart abgegriffen anmuten, dass es wehtut. In den forschen Momenten ('I Spit On Your Grave) reüssiert die Combo noch am ehesten.
Im Midtempo stinken die Franzosen indes wie zu erwarten ab. Cool sind die einstweilen eingeflochtenen Gang-Shouts, die zumindest halbwegs Hood-Atmosphäre aufkommen lassen. Dankenswerterweise verzichtet die Band auf cleanen Gesang. Wäre ja noch schöner gewesen …
FAZIT: "7 Ways To Die", ein völlig entbehrliches Metalcore-Machwerk der zu spät gekommenen Sorte, steht zum "Name your price"-Tarif bei Bandcamp zum Download bereit. 'nuff said.
Punkte: 6/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 27.12.2016
Jeff
Kronar
Nicolas, Romain
James
Eigenvertrieb
24:44
09.09.2016