Da kommen die Veteranen DEAD HEAD gerade mit einem neuen Album um die Ecke, und bei ASPHYX dürfte es auch nicht mehr lange dauern, schon lugen auch BLOODGOD wieder hinterm niederländischen Eck hervor, nachdem ihr Death Metal zumindest im tiefen Untergrund Fuß gefasst hat, und zwar zu Recht. Das Trio perfektioniert seinen abwechslungsreichen Stil auf dieser EP nämlich noch ein Stück weiter.
Die fünf enthaltenen Tracks changieren zwischen Midtempo, walzenden Parts und einigen gezielt platzierten Knüppel-aus-dem-Sack-Momenten. Hervor sticht dabei der unterscheidbare Gesang der Vier- bzw. Sechssaiter Daan und Frank, die jeweils kreischen und grunzen, ohne dass ein affiger Eindruck entstünde. BLOODGOD gehören musikalisch sowieso zur liebevoll statt grob vorgehenden Sorte ihrer Art, weshalb von Stumpfheit keine Rede sein kann.
Die beiden herausragenden Songs auf diesem erfreulichen Genre-Beitrag sind das recht melodische Titelstück und ''t Schrickelik Tempeest', mit dem sich BLOODGOD einem für ihre Heimatstadt katastrophalen Unwetter im Jahr 1674 auseinandersetzt. Auch übrigens: Hier passt die von Jacob Hansen gewohnt trockene wie druckvolle Produktion.
FAZIT: Gehobene Death-Metal-Kost mit allen Schikanen - Akustikgitarren erlaubt, dazu verständlicher Gesang und ein paar Virtuositätsbeweise, fertig.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 08.06.2017
Eigenvertrieb
18:49
02.06.2017