Erzkonservativ, von internationalen Pop-Fachleuten klanglich in Szene gesetzt und dabei logischerweise spielerisch herausragend zeigen sich diese deutschen Blues Rocker auf „Silverliner“, kurioserweise (für diesen Stil) mit einem Raumfahrt-Konzeptalbum. Das ist aber im Grunde unerheblich, denn Frontmann Werner Hammer kann mit seiner Stimme (David Lee Roth light) singen was er will:
SOULMATICs mitunter beachtliche Härtegrade erreichende (‚Drive You Home‘) und andererseits auch nicht vor AOR-Elementen (‚Downtown‘) zurückschreckende Musik steht für sich und suggeriert keine zwingenden Botschaften mit tieferem Sinn. Die Scheibe bietet mit melodischer wie rhythmischer Abwechslung gehobene Unterhaltung und wird trotz der klassischen Ausrichtung dank origineller Arrangements nie langweilig.
Das ‚No Woman No Cry‘-Cover hätte nicht sein müssen (wie passt das überhaupt ins Konzept?), und man mag die Mucke allgemein als Altherrenzeug abkanzeln, doch das ändert nichts an ihrer Güte.
FAZIT: Leckerbissen für die blaue Basis. <img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/c90eb80d2afe4b349f0c1e7b43dadcc9" width="1" height="1" alt="">
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 14.04.2017
Sonic Revolution / Bob Media
45:34
07.04.2017