„Live At Satyr Blues“ gehört zu den Veröffentlichungen, deren Sinn und Zweck sich nicht so ganz erschließen: Bloß zehn Monate sind seit der Veröffentlichung des letzten Albums der BLINDSIDE BLUES BAND vergangen, und wiederum wird Archivmaterial präsentiert; diesmal die Aufzeichnung eines Auftritts in Polen im September 2014.
Damit nicht genug: Sieben der zehn Titel auf dem Tonträger finden sich bereits auf dem (von Kollege Schiffmann ausführlich besprochenen) <a href="http://www.musikreviews.de/reviews/2012/Blindside-Blues-Band/Live-At-The-Crossroads/" target="_blank" rel="nofollow">Ton- und Filmdokument „Live At The Crossroads“</a> von 2012; die verbleibenden drei Songs stammen vom allerersten Album der BLINDSIDE BLUES BAND.
Pluspunkte könnte eine Veröffentlichung unter diesen Vorzeichen natürlich dennoch einheimsen, mit exzellenter Tonqualität oder mutig-innovativer Interpretation der altbekannten Titel beispielsweise. „Live At Satyr Blues“ bietet leider weder noch; die Soundqualität ist eher dürftig, die Inszenierung des Songmaterials inzwischen hinlänglich bekannt.
So verzeihe man dem an sich willigen Rezensenten bitte – mehr gibt’s zu dieser „neuen“ Scheibe der BLINDSIDE BLUES BAND nicht zu sagen. Oder vielleicht das – dann aber gleich abschließend – was wiederum von Kollege Schiffmann im Zusammenhang mit der BLINDSIDE BLUES BAND bereits einmal so formuliert wurde:
FAZIT: „Man muss selbst als Freund beherzter Gitarrenmucke nicht alles kaufen, was einem die Labels mit bereits gebrauchten Teebeuteln aufgießen.“ So ist es.
Punkte: 6/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 17.06.2019
Mark Kingen
Mike Onesko, Jeff Martin
Mike Onesko, Jay Jesse Johnson
Jeff Martin
JIB Machine Records/Just For Kicks
54:01
17.05.2019