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Mother Island: Motel Rooms

Stil: Psychedelic Rock

Cover: Mother Island: Motel Rooms

Fünf Italiener in falschen Körpern? MOTHER ISLAND nennen sich zwar selbst Cineasten mit einem Hang zur Kinogeschichte ihres Landes (Giallo-Horror, Dario Argento, Lucio Fulcci, etc.), verbreiten jedoch unter rein musikalischen Gesichtspunkten sozusagen kalifornische Wärme, denn "Motel Rooms" klingt tatsächlich eher nach schmierigen Absteigen am Rande eines US-Westküsten-Highways als nach Vicenza, woher das Quintett stammt.

Die Gruppe um Anita Formilan, eine typische Rock-Frontfrau mit mal lasziv erotischen, mal mystisch hexenhaften Anwandlungen beim Singen, hat sich einer Phase nicht lange nach der Pionierzeit des Rock 'n' Roll verschrieben - den psychedelischen 1960ern und insbesondere der amerikanischen Surf-Rock-Bewegung, wozu sie mit ihrem Gitarrentandem - Nicolò De Franceschi und Nicola Tamiozzo sind hörbar Experten in dieser Disziplin - ein definitives Doppel-Ass im kollektiven Ärmel haben.

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Ihre verspielten Licks und der angenehm flotte Zugang von MOTHER ISLAND zu ihrer Musik ergeben im Verbund mit beflissenem Songwriting eine unschlagbare Mischung, die reichlich wenig mit der so oft aus Italien zu hörenden Fanboy-Mucke zu tun hat, denn wenn den Fünfer abgesehen von der betörenden Stimme seiner Chanteuse eines auszeichnet, dann Professionalität von internationalem Kolorit.

Das hämmernde 'Eyes of Shadows', der verschrobene Halb-Walzer 'Summer Glow', der kurze Stampfer 'Demons' und der romantische Antreiber 'Santa Cruz' sind nur vier Beispiele für den süchtig machenden Klebstoff, den uns MOTHER ISLAND mit diesem sagenhaft guten Album schnüffeln lassen!

FAZIT: Selbst bezeichnen MOTHER ISLAND ihre Musik als "Magisches Theater, nur für Verrückte", und tatsächlich: "Motel Rooms - zehn Songs, die unmittelbar nach einer Tournee der Gruppe entlang der Westküste der Vereinigten Staaten aufgenommen wurden -bezaubert als mal verträumte, mal fiebrig pulsierende Sixties-Rock-Sause und treibt insofern in den Wahnsinn, als man nicht genug davon kriegen kann … <img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/08439990c965400f988d38c9bec2b634" width="1" height="1" alt="">

Punkte: 13/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 17.05.2020

Tracklist

  1. Till The Morning Comes
  2. Eyes Of Shadow
  3. And We’re Shining
  4. Summer Glow
  5. We All Seem To Fall To Pieces Alone
  6. Demons
  7. Song For A Healer
  8. Santa Cruz
  9. Dead Rat
  10. Lustful Lovers

Besetzung

Sonstiges

  • Label

    Go Down

  • Spieldauer

    37:25

  • Erscheinungsdatum

    22.05.2020

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