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Rumer: Nashville Tears

Stil: Country

Cover: Rumer: Nashville Tears

"Nashville Tears" ist bereits die fünfte RUMER-LP und dürfte das internationale Profil der Britin, die lange im ländlichen Arkansas in den Vereinigten Staaten lebte, auch über den Folk-Horizont hinaus schärfen, denn derart allgemeingültig, wenn man es so ausdrücken möchte, wie 2020 klang ihre Musik bislang nicht.

Dabei handelt es sich bei den Liedern um Kompositionen des Texaners Hugh Prestwood (der in die Songwriters Hall of Fame in Nashville aufgenommen wurde, daher der Plattentitel), also nach der Burt-Bacharach-Hommage "This Girl's in Love" und "Boys Don't Cry", auf dem RUMER verschiedenen männlichen Vorbildern die Ehre erwies, um das dritte Album der Multi-Instrumentalistin ohne eigene Stücke.

Auslöser dafür war Produzent Fred Mollin, der RUMER 'Oklahoma Stray' zeigte, einen perfekten Ansatzpunkt auf ihrer Suche nach besonders traurigen Songs. Auf Prestwoods Konto gehen u.a. Michael Johnsons 'That's That' und Shenandoahs 'Ghost in This House', doch sein Name dürfte nicht nur in seiner Heimat kaum jemandem geläufig sein, und wüsste man nicht um die Hintergründe, könnte man "Nashville Tears" ebenso für eine Sammlung neuer Eigenkompositionen der preisgekrönten Künstlerin halten.

Neben der Single 'Bristlecone Pine' ragen das beschwingt rockende 'Deep Summer In The Deep South' - ein Ausnahmestück inmitten der weithin gedrückten Atmosphäre - die mit Klavier und Streichern arrangierte Ballade 'Starcrossed Hanger Of The Moon' und 'The Song Remembers When' hervor, mit dessen Text sowohl Prestwood als auch RUMER gewissermaßen ihr künstlerisches Selbstverständnis auf den Punkt brachten bzw. bringen, sich allein von der Musik als solcher leiten zu lassen.

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FAZIT: American Country, der strenggenommen keiner ist, und womöglich gerade deshalb aus der anhaltenden Schwemme von akustisch-folkloristischer Musik hervorsticht - "Nashville Tears" unterstreicht RUMERs Status als einfühlsame Rundum-Musikerin, adelt sie aber darüber hinaus auch als feinfühlige Interpretin des Fremden, das letzten Endes gar nicht so fremd ist. <img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/7769a64429ed414e97696a25d64e6757" width="1" height="1" alt="">

Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 09.08.2020

Tracklist

  1. The Fate Of Fireflies
  2. June It's Gonna Happen
  3. Oklahoma Stray
  4. Bristlecone Pine
  5. Ghost In This House
  6. Deep Summer In The Deep South
  7. Heart Full Of Rain
  8. Hard Times For Lovers
  9. Starcrossed Hanger Of The Moon
  10. The Song Remembers When
  11. That's That
  12. Here You Are
  13. Learning How To Love
  14. The Snow White Rows Of Arlington
  15. Half The Moon

Besetzung

Sonstiges

  • Label

    Cooking Vinyl / Sony

  • Spieldauer

    60:31

  • Erscheinungsdatum

    14.08.2020

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