Anlässlich ihres Vertragsabschlusses mit der Band veröffentlichen Century Media deren Backkatalog in unveränderter Form neu. Den Anfang macht dieser Tage das zweite Studioalbum der Amerikaner, mit diesem dritten, zeitgleich abermals veröffentlichten von 2019 sondern sich SPIRIT ADRIFT recht verbindlich von Pallbearer und Khemmis ab, an deren Seite sie bislang als neue Generation der US-amerikanischen Doom-Szene wahrgenommen wurden.
2019 haben SPIRIT ADRIFT beträchtliche Vorwärtsschritte auch außerhalb ihrer Heimat gemacht. Ihr letztes Album „Divided By Darkness“ hat die Heavy-Metal-Landschaft unbestreitbar beeinflusst, stand auf fast jeder Liste von Medienformaten, die gegen Ende des Jahres mit den substanziellsten Album-Veröffentlichungen innerhalb der zwölf Monate beschäftigt haben, ganz oben und wurde sowohl von Fans als auch Kritikern über den grünen Klee gelobt.
Die Band geht auf "Divided By Darkness" im Vergleich mit den beiden einen umgekehrten Weg: fort von weitschweifigen Strukturen und Pink Floyd, hin zu kompakterem Songwriting im Zeichen des traditionellen Metal. Prog sind Nathan Garrett und Co. nur noch bis dorthin, wo Ray Alder bei Fates Warning einstieg; hinter noch vorhandener Fantasy-Fassade und weltfernem Pathos verbergen sich stark realitätsbezogene Inhalte, die „Divided By Darkness“ eine wohltuende Erdung verleihen. Als ausgewogene Mischung aus geradlinigen Abschnitten und entrückten Parts – teils mit dem Sound alter Synthesizer angereichert – vereint die Scheibe quasi das Beste aus zwei Welten zum bislang „komplettesten“ Werk der Truppe.
FAZIT: In Hinblick darauf, was sich SPIRIT ADRIFT für ihr nächstes Album einfallen lassen, ist diese Neuauflage von „Divided By Darkness“ eine spannende, unter sowohl spielerischen als auch kompositorischen Gesichtspunkten eindrucksvolle Erinnerung daran, dass diese Band zu den bedeutendsten der aktuellen Doom-Metal-Szene gehört. <img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/f95f0ff9e70c43e48c0fe6dff981c35d" width="1" height="1" alt="">
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 18.04.2020
Century Media / Sony
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24.04.2020