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Starblind: Black Bubbling Ooze

Stil: Heavy Metal

Cover: Starblind: Black Bubbling Ooze

Wie schön, dass sich STARBLIND, obwohl sie eine erzkonservative Heavy-Metal-Band sind, für den Titel ihrer neuen Platte etwas Originelles haben einfallen lassen, statt verbrauchte Klischees zu reiten … Auch ansonsten steckt der originelle Teufel bei der Band im Detail, denn während vordergründig Traditionen gepflegt werden, ohne irgendein Versprechen abzugeben, stilische Neuerungen am Altbewährten vorzunehmen, trennt sich die Band scheinbar bewusst als Weizen von der Spreu, indem sie beim Komponieren Liebe zum Detail beweist und keine halbgaren Ideen geduldet hat … von aufgrund ihrer inhaltlichen Substanz ebenfalls erwähnenswerten Texten ganz zu schweigen.

Bei "Black Bubbling Ooze" handelt es sich um das vierte STARBLIND-Album und das zweite mit einem neuen Sänger - namentlich Marcus S. Olkerud, der parallel auch bei Palantír am Mikrofon steht und kurzzeitig gleichsam die Running-Wild-Verehrer Rocka Rollas anführte. Der Mann mit der leicht verschnupften Stimme verfügt über ein Timbre, das in gespenstischer Weise an Helloweens Michael Kiske erinnert, sodass der Vergleich der Musik generell mit jener von Iron Maiden rasch gezogen ist.

Und nein, auch wenn die Band düstere Gefilde im Großen und Ganzen meidet, ist sie kein typischer Euro-Metal-Verschnitt nach Helloween-Muster. Dazu stehen die Riffs häufig zu weit im Vordergrund, und "happy" Tralalala-Melodien finden sich auch nicht auf dem Album.

Stattdessen lassen die Schweden sowohl die Power-Chord- als auch die Hook-Muskeln spielen … denn jede Wette: die Refrains von 'At The Mountains Of Madness' (Lovecraft mal wieder?) und 'Here I Am' (hm, das ist jetzt doch ein bisschen 'I Want Out'-mäßig …) bekommt ihr so schnell nicht wieder aus euren Lauschern, nachdem ihr sie einmal gehört habt.

Dem gegenüber stehen die übrigen Songs hintan, doch unterm Strich ist "Black Bubbling Ooze" …

FAZIT: … ein hervorragendes Melodic-Metal-Album mit einem markanten Sänger als stärkstem Posten neben zweistimmigen Gitarrenharmonien und klassische Lead- respektive Solo-Schlagabtäuschen. STARBLIND sind zweifellos für viel höhere Weihen bestimmt und müssen aggressiv Konzerte geben, dann macht sich ihr Talent gewiss bezahlt. <img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/49838dc48ea9436ab6e5e03b98c38a4d" width="1" height="1" alt="">

Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 27.07.2020

Tracklist

  1. One Of Us
  2. At The Mountain Of Madness
  3. Here I Am
  4. Crystal Tears
  5. The Man Of The Crowd
  6. Room 101
  7. The Reckoning
  8. The Young Man

Besetzung

Sonstiges

  • Label

    Pure Steel / Soulfood

  • Spieldauer

    35:12

  • Erscheinungsdatum

    31.07.2020

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