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Blood Red Throne: Imperial Congregation

Stil: Death Metal

Cover: Blood Red Throne: Imperial Congregation

Mit ihrem zehnten Studioalbum kommen BLOOD RED THRONE beim größten Label ihrer wechselhaften Karriere an: Nuclear Blast veröffentlichen in Form von "Imperial Congregation" einen Longplayer, dessen Einordnung ins Gesamtwerk der Norweger insofern schwerfällt, als er sich nur unwesentlich von ihrem früheren Schaffen unterscheidet.

Wie kann man traditionellen Death Metal der verspielten Sorte schließlich neu erfinden - und sollte man das überhaupt tun? In jedem Fall zelebriert die Band nach wie vor alle Spielarten des Genres, wobei sie es nicht erst jetzt hervorragend verstehen, die musikalische Backmischung in mindestens spannend nachzuvollziehende und oft sogar eingängige Songformen zu gießen.

Ziemlich altmodisches Gehämmer wie in ´Inferior Elegance´ ist eine Seltenheit, und selbst in diesem Fall relativieren pfiffig eingewobene Dissonanzen mit zeitgenössischem Anstrich den Eindruck. Weit vorne liegen diesbezüglich die mit coolem Gitarren-Panning-Effekt und melodiösen Bass-Runs (in dieser Hinsicht ist auch ´Conquered Malevolence´ endgeil) versehene Walze ´Itika´ und das peitschende ´6:7´.

Das Downtempo-Highlight ´We All Bleed´ erinnert am ehesten an neuere Cannibal Corpse und mit Abstrichen auch Suffocation, der im großen und ganzen moderne, kristallklare Sound passt insbesondere zu zähen Momenten wie dem Groove-Ungetüm ´Transparent Existence´, macht aber auch vertrackte Nummern wie ´Consumed Illusion´ zu akustischen Leckerbissen.

Unterm Strich eine weitere überdurchschnittlich starke Mischung aus US-Schule und nordeuropäischer Lesart des Death Metal, gekrönt vom packenden, über sieben Minuten langen ´Zarathustra´ zum Schluss.

FAZIT: Traditionellen Tod mit Niveau, nicht mehr und nicht weniger bieten BLOOD RED THRONE auf ihrem zehnten Album. Der Spagat der Norweger zwischen klassischem Death Metal und einer Produktion beziehungsweise Songwriting-Attitüde auf der Höhe der Zeit ist beispiellos gut ausgeglichen, was "Imperial Congregation" auch ohne revolutionäre Tendenzen zu einem fesselnden Werk macht. <img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/70803ed94b4949cc8bffabbdf78bde4e" width="1" height="1" alt="">

Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 05.10.2021

Tracklist

  1. Imperial Congregation
  2. Itika
  3. Conquered Malevolence
  4. Transparent Existence
  5. Inferior Elegance
  6. We All Bleed
  7. 6-7
  8. Consumed Illusion
  9. Hero Antics
  10. Zarathustra

Besetzung

  • Bass

    Stian Gundersen

  • Gesang

    Yngve "Bolt" Christiansen

  • Gitarre

    Død, Ivan Guji?

  • Schlagzeug

    Freddy Bolsø

Sonstiges

  • Label

    Nuclear Blast / Rough Trade

  • Spieldauer

    46:00

  • Erscheinungsdatum

    08.10.2021

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