So hört sich das also an, wenn man heutzutage als Teenager die aktuelle Musikwelt als Inspirationsquelle für sich entdeckt und anfängt eigene Songs zu schreiben - um dann im Alter von 14 Jahren im Studio festzustellen, dass sich einem die technischen Aspekte, an denen viele Kollegen oft verzweifeln, geradezu selbsterklärend eröffnen.
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Das ist jedenfalls ROSIE DARLING aus L.A. passiert, die sich im Anschluss an ihre Highschool-Zeit sogar noch als Studiosängerin verdingte, um eine handwerkliche Basis für ihr Wirken als Auteurin zu legen, bevor sie sich dann daran machte, die Songs für die nun vorliegende Debüt-EP einzuspielen.
Kurz gesagt: Das hört der geneigte Interessent dann aber auch überdeutlich heraus. Auf einem insbesondere den Gesang betreffenden, handwerklich makellosen Level navigiert die junge ROSIE DARLING durch eine Sammlung produktionstechnisch hochwertiger, lieb gemeinter, melancholischer, aber emotional dann doch eher fader Selbstfindungssongs im Hochglanz-Pop-Format.
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FAZIT: Das Problem, dass viele junge Künstler wie ROSIE DARLING heutzutage haben, ist der Umstand, dass es ihnen aufgrund der inzwischen schieren Masse unmöglich ist, sich einen Überblick über die Musikhistorie zu verschaffen, bevor sie sich daran machen, eigene Songs zu schreiben und sich stattdessen dabei an dem orientieren, was gerade angesagt ist. Das ist der Grund, warum sich Vieles dann zwar technisch prächtig – aber auch gleich und beliebig anhört. Eine eigene Identität lässt sich auf diese Weise schwerlich finden.
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Punkte: 5/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 02.04.2021
Rosie Darling
Nettwerk
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02.04.2021