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Steve Hackett: Surrender of Silence

Stil: Progressive Rock

Cover: Steve Hackett: Surrender of Silence

Die kreativen Säfte von STEVE HACKETT versiegen offensichtlich nie: Strenggenommen ist der ehemalige Genesis-Gitarrist auf seine alten Tage hin so kreativ und relevant wie nie zuvor, was auch sein neues Studioalbum wieder nachdrücklich unterstreicht. "Surrender Of Silence" entstand wie sein Vorgänger "Under A Mediterranean Sky" während des Corona-Lockdowns ist aber wie abzusehen etwas völlig anderes als jene tendenziell ruhige, auf akustischer Gitarre basierende Scheibe.

Man darf das Ding auch ohne weiteres als krassen Gegensatz bezeichnen, denn der Brite spielt hier mit einer vollwertigen Rockband auf, auch wenn sich letzten Endes viel mehr Musiker die virtuelle Studio-Klinke in die Hand gaben. Dass sich HACKETT in seinen neuen Songs abgesehen von dem achteinhalbminütigen ´Shanghai To Samarkand´ Soundtrack-Boliden verhältnismäßig kurz fasst, veranschaulicht die eher "erdige" Absicht hinter diesem Werk, das bezeichnenderweise auch mit einem traditionellen In- und Outro ausgestattet ist.

Das komplett sinfonisch gehaltene ´Natalia´ verhehlt zunächst, wie weit die Gitarre auf "Surrender Of Silence" im Vordergrund steht. Der Knoten platzt dann im treibenden ´Feeding Frenzy´-Teil von ´Relaxation Music For Sharks´, auf dessen Solo selbst gestandene Metal-Klampfer stolz wären … genauso wie übrigens auch auf das Hauptriff des kurzen Anspieltipps ´Fox's Tango´. Apropos: Auf das anschließende ´Wingbeats´ hätten sich Yes zu ihren poppigsten Zeiten etwas eingebildet.

´Held In The Shadows´ wiederum provoziert unabhängig von seiner zwischendurch düsteren Anmutung Assoziationen zu Mike Oldfields kompakten Momenten, gleichwohl das hier agierende Ensemble zu keiner Zeit den Eindruck eines Kunstprodukts vermittelt, so wie es bei Mr. ´Shadow On The Wall´ zuweilen der Fall war. Dank HACKETTs lyrischer Lead-Arbeit lässt der Langspieler zum Schluss aber nur ein Fazit zu …

FAZIT: "Surrender Of Silence" bringt etliche Stimmen zu Gehör (unter anderem mal wieder Peter Gabriel-Zwilling Nad Sylvan) und rockt zeitweise deftig, aber STEVE HACKETT bleibt auch 2021 zu jeder Zeit er selbst - fantasievoll bis zur Innovation, spielerisch überragend und emotional haptisch wie eine antike Büste. <img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/a878b9fb155d4f34a2faad7dd2417959" width="1" height="1" alt="">

Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 10.09.2021

Tracklist

  1. The Obliterati
  2. Natalia
  3. Relaxation Music For Sharks (Featuring Feeding Frenzy)
  4. Wingbeats
  5. The Devil's Cathedral
  6. Held In The Shadows
  7. Shanghai To Samarkand
  8. Fox's Tango
  9. Day Of The Dead
  10. Scorched Earth
  11. Esperanza

Besetzung

  • Bass

    Jonas Reingold

  • Gesang

    Steve Hackett, Nad Sylvan, Amanda Lehmann, Durga McBroom , Lorelei McBroom

  • Gitarre

    Steve Hackett, Malik Mansurov, Ubaidulloev Sodirkhon Saydulloevich

  • Keys

    Roger King

  • Schlagzeug

    Craig Blundell, Phil Ehart, Nick D’Virgilio

  • Sonstiges

    Christine Townsend (Violine, Viola), Rob Townsend (Saxofon, Klarinette)

Sonstiges

  • Label

    Inside Out / Sony

  • Spieldauer

    57:41

  • Erscheinungsdatum

    10.09.2021

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