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Suffocate For Fuck Sake: Fyra

Stil: Post Metal

Cover: Suffocate For Fuck Sake: Fyra

Im Jahr 2018 dürfte "Blazing Fires And Helicopters On The Frontpage Of The Newspaper. There's A War Going On And I'm Marching In Heavy Boots" der längste Plattentitel überhaupt gewesen sein, doch dessen Urheber melden sich nun mit einem denkbar kurz benannten Nachfolger zurück, als wollten sie sich dafür entschuldigen. Unapologetisch sindzeigen sich SUFFOCATE FOR FUCK SAKE (die ihren Namen offensichtlich notorisch falsch schreiben, denn "verfickt noch mal" heißt "for fuck´s sake") unterdessen bezüglich ihres musikalischen Stils.

Die Stockholmer spielen nämlich nach wie vor mehr oder weniger herkömmlichen Post Metal mit viel Geschrei. "Fyra" ist seinem Titel gemäß ihr viertes Album und kommt gleich als Doppeldecker daher, wobei die ausladende Spielzeit im Grunde genommen nicht nötig gewesen wäre, um auf den Punkt zu bringen, worum es der Gruppe geht.

was die Länge allein rechtfertigt, ist ein den Tracks zugrunde liegendes Narrativ, das in mehrere Kapitel unterteilt wurde. So gesehen ähnelt das Album einem episodischen Roman, in dem sich die Schicksale verschiedener Charaktere überschneiden, und SUFFOCATE FOR FUCK SAKEs düster traurigem Sound entsprechend geht´s allseits zutiefst tragisch zu - Rauschmittelsucht, Misshandlung und Verbrechen stehen im Brennpunkt der Erzählung.

Sieht man von den vielen Sprachfetzen ab, die woher auch immer als Samples zur Untermalung herangezogen wurden, lässt sich der konzeptionelle Überbau vollständig ausblenden. Was dann noch bleibt, ist wie erwähnt gänzlich vorhersehbarer Stoff im Fahrwasser von Light Bearer (kläglich vermisst!) oder Heaven In Her Arms, beide in letzter Konsequenz spannender als das hier.

Der Vorgänger bewirkte über ziemlich genau die Hälfte der Spielzeit von "Fyra" hinweg das Gleiche, bloß dass man 2021 die Augen verdreht, wenn man abermals ("Blazing …" schlug in die gleiche Kerbe) eine wohl fiktive, aber aufdringlich Betroffenheit heischende Geschichte vorgesetzt bekommt.

FAZIT: Post Metal, mit dem SUFFOCATE FOR FUCK SAKE leider keine neuen Akzente setzen, sondern lediglich vor den Bekehrten (Anhänger von Neurosis natürlich und den oben genannten Acts) eine Gardinenpredigt halten. <img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/a0a14556f51a434285b1b06025ed56ef" width="1" height="1" alt="">

Punkte: 7/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 11.04.2021

Tracklist

  1. From the Window
  2. 15 Missed Calls
  3. All Our Memories
  4. Alone
  5. The Surface
  6. Hope
  7. Cosmopol
  8. Beind the Door
  9. To Fall Apart
  10. Here
  11. Small Comments
  12. Quiet

Besetzung

Sonstiges

  • Label

    Moment of Collapse

  • Spieldauer

    81:55

  • Erscheinungsdatum

    16.04.2021

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