Klassischer Heavy Metal, der in den Fußstapfen alter MANOWAR und Konsorten watschelt, scheint immer noch en vogue zu sein. Auch BLOODY TIMES schicken sich mit „No Fear“ an den Kampfplatz des epischen Schwermetalls zu bestreiten. Und siehe da, das Gebotene kann sich hören lassen. Natürlich ließe sich das Gast-Solo von ROSS THE BOSS persönlich leicht als Qualitätsmerkmal hervorheben, aber auch ohne zusätzliche Szene-Prominenz können BLOODY TIMES überzeugen.
Wirklich neu, geschweige denn innovativ ist dagegen nichts an „No Fear“, das muss aber auch gar nicht sein. Vielmehr überzeugen die drei Songs mit melodischen Gitarren, stampfenden Rhythmen mit Fistbang-Potenzial und drei verschiedenen Sängern, die jedem Song zwar ihren eigenen Stempel aufdrücken, aber stimmlich doch recht gut zusammenpassen.
Ausfälle gibt’s hier eigentlich keine, je nach Gemüt und Stimmung kann einem der ein- oder andere Sänger mehr oder weniger zusagen (mein persönlicher Favorit ist aktuell John Greely), aber das ist in erster Linie Geschmacksache.
Rein qualitativ haben BLOODY TIMES mit dieser EP einen kurzweiligen, wenn auch wenig überraschenden Heavy-Metal-Snack für zwischendurch abgeliefert.
<center><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/aNRPbehhHuw" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></center>
FAZIT: Als kurzer Energy-Shot zwischen der tagtäglichen Arbeit taugt „No Fear“ auf alle Fälle, sonderlich innovativ ist das Gebotene dagegen nicht. BLOODY TIMES kann’s aber egal sein, denn dem entsprechenden Zielpublikum dürfte diese EP ganz gut schmecken.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 13.08.2022
Simon Pfundstein
John Greely, Zak Stevens, David Marcelis
Balazs Fleischhauer, Ross The Boss
Konstantinos Gkialos
Eigenproduktion
15:21
29.07.2022