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Slime: Zwei

Stil: Deutschsprachiger Punkrock

Cover: Slime: Zwei

Da ich die prägenden Phasen von SLIME nicht miterlebt habe, spare ich mir etwaige Vergleiche zwischen Neusänger Tex Brasket und seinem Vorgänger. Stattdessen konzentriert sich dieser Text auf die Analyse der gebotenen Musik. Und die sechzehn Songs von „Zwei“ klingen hungrig, energisch und authentisch.

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Wenn Tex in „Bester Freund“ vom Amphetaminkonsum singt, klingt das so nachvollziehbar abgefuckt, dass man ihm seine Erfahrung mit dem Zeug einfach abkaufen muss. Da passt das musikalische Geprügel natürlich perfekt. Songs wie „Taschenlampe“ zeugen außerdem davon, dass der Sänger sicher schon einiges gesehen und erlebt hat.

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Überhaupt ist es die zu jeder Sekunde spürbare Authentizität, die „Zwei“ so gut macht. Hier wirkt nichts aufgesetzt und dass wunderbar formulierte Texte wie „Sein wie die“ oder „Lieben Müssen“ in äußerst eingängige Klänge gepackt werden, lässt die Worte gleich noch intensiver nachhallen.

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Im Grunde ist mindestens jeder zweite Song auf diesem Album ein Ohrwurm und trotzdem sind SLIME immer noch Punk, denn sie wirken durch und durch authentisch.

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FAZIT: Nörgler wird es immer geben, so wohl auch bei diesem Neustart von SLIME. Der Band kann das aber herzlich egal sein, denn sie hat mit „Zwei“ ein sehr gelungenes Werk in den Händen, mit dem sie möglicherweise eine ganz neue Hörerschaft erreichen könnte, ohne ihren Punkrock-Pfad auch nur ansatzweise zu verlassen.

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Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 06.09.2022

Tracklist

  1. Komm schon klar
  2. Heute Nicht
  3. Nix von Punkrock
  4. Safari
  5. Bester Freund
  6. Taschenlampe
  7. Mea Culpa
  8. Outlaw
  9. Sein wie du
  10. Weil fickt euch alle
  11. Weggefegt
  12. Wut im Bauch
  13. Auf die Jagd
  14. Lieben müssen
  15. Scheiß Beerdigung
  16. Ebbe und Flut

Besetzung

  • Bass

    Nici

  • Gesang

    Tex Brasket

  • Gitarre

    Elf, Christian Mevs

  • Schlagzeug

    Alex Schwers

  • Sonstiges

    Elf (Hintergrundgesang)

Sonstiges

  • Label

    Slime Tonträger/Hulk Räckorz

  • Spieldauer

    60:00

  • Erscheinungsdatum

    15.07.2022

© Musikreviews.de