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Sonata Arctica: Acoustic Adventures - Volume One

Stil: Heavy Metal goes Acoustic

Cover: Sonata Arctica: Acoustic Adventures - Volume One

Obwohl es sich bei “Acoustic Adventures – Volume One” seinem Titel entsprechend um ein Akustikalbum handelt, das im Katalog von SONATA ARCTICA eine Zäsur darstellen soll, darf man die ruhige Ausrichtung der Platte sicherlich nicht als Richtschnur für künftige stilistische Schwerpunkte begreifen. Die Finnen machen hiermit vielmehr eine Verschnaufpause, die prima in die dunkle Jahreszeit passt, und obendrein auch das Beste aus der Situation im Jahre 2021, die wegen Covid-19 kaum Konzerte und schon gar keine Tourneen auf internationaler Ebene ermöglichte.

Die ein Dutzend Stücke umfassende LP hat etwas von einer typischen Lockdown-Scheibe, weil sie ein intimes Ambiente schafft und mit reduzierten Mitteln eingefädelt wurde. Mastermind Tony Kakko und seine Mitstreiter betten ihren frühen Euro-Metal und mehr noch - den eher hart rockenden Stoff ihrer jüngeren Schaffenszeit in auf Akustikgitarren und Piano basierende Arrangements, vor deren Hintergrund der Frontmann vollends Kapital aus seiner Stimme schlagen kann.

Einige Kompositionen sind fast nicht mehr in ihrer Originalform zu erkennen, und beispielsweise ´A Little Less Understanding´ oder ´As If The World Wasn’t Ending´ fällt zwischen vielen Leisetretern etwas bauschiger aus, weil das Quintett neben einer Hammondorgel auch ein Banjo (!) einsetzt und sich zu selbstverliebt jazzigen Solo-Passagen hinreißen lässt. Kakko mimt dazu passend mal einen Soul-Crooner, mal einen exaltierten Musical-Sänger (´The Wolves Die Hunting´) und ansonsten häufig den schmachtenden Popstar.

Das Schöne dabei? SONATA ARCTICA bleiben sogar in dieser praktisch vollständig auf den Kopf gestellten Form als sie selbst erkennbar, und dies ist nur der erste von zwei Teilen eines schon jetzt geglückten Projekts.

FAZIT: Ein mustergültiges Akustikalbum einer mustergültigen Melodic Metal-Band - SONATA ARCTICA nehmen sich mit "Acoustic Adventures" Zeit zum Durchatmen, um unter idealen Voraussetzungen wieder Vollgas zu geben, sobald uns Corona nicht mehr in seinen Bann schlägt. <img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/c9315173d5c34856858b519ede86fc24" width="1" height="1" alt="">

Erschienen auf www.musikreviews.de am 16.01.2022

Tracklist

  1. 01. The Rest of The Sun Belongs To Me
  2. 02. For The Sake Of Revenge
  3. 03. A Little Less Understanding
  4. 04. Alone In Heaven
  5. 05. Tallulah
  6. 06. Don’t Say a Word
  7. 07. As If The World Wasn’t Ending
  8. 08. Paid In Full
  9. 09. Tonight I Dance Alone
  10. 10. The Wolves Die Young
  11. 11. Wolf & Raven
  12. 12. On The Faultline

Besetzung

  • Bass

    Pasi Kauppinen

  • Gesang

    Tony Kakko

  • Gitarre

    Elias Viljanen

  • Keys

    Henrik Klingenberg

  • Schlagzeug

    Tommy Portimo

Sonstiges

  • Label

    Atomic Fire / Warner

  • Spieldauer

    55:43

  • Erscheinungsdatum

    21.01.2022

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