Der erste Frevel der STECKBECKENZECKEN ist ihre eigene Genrebezeichnung „Schlagerpunk“. (Achtung: Ironie!) In einer perfekten Welt würden Musiker, die solche stilistischen Verbrechen begehen, mit ihren eigenen Instrumenten erschlagen. Aber die Welt ist nicht perfekt und deshalb bleiben musikalische Untaten wie „Königreich der Emotionen“ wohl eher ungesühnt und finden im schlimmsten Fall auch noch eine nicht unerhebliche Zahl von Anhängern.
Der zweite Frevel ist die Tatsache, dass die Musiker im Grunde zwar spielen können, sämtliche Fähigkeiten aber hinter dem rosaroten Vorhang ironischer Dümmlichkeit (hoffentlich ist es Ironie…) verstecken. Das hat zur Folge, dass eventuell ganz passable musikalische Momente von der Penetranz der Texte und des Gesangs verdrängt werden.
Auch wenn es subjektiv hier und da zumindest den ein- oder anderen nicht komplett unlustigen Moment auf „Königreich der Emotionen“ gibt (z.B. „Vöglein“) oder mancher Song rein instrumental gar nicht sooo verkehrt ist, pendeln die Texte wahlweise doch zwischen Fremdscham und Brechreiz.
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Daher…
FAZIT: …fallen die STECKBECKENZECKEN mit „Königreich der Emotionen“ leider durch. Denn unlustige Texte bleiben unlustige Texte. Kommt dann noch Durchschnittsmusik ohne nennenswerte Höhepunkte hinzu, lässt sich das Endprodukt gut und gerne als Zeitverschwendung zusammenfassen.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 31.08.2022
Marv Medlock
Johnny Lovegod
Thommi Romanze
Bodo Bummbumm
recordJet/SubSounds
44:14
01.07.2022