Und hier kommt endlich auch nach <a href="http://www.musikreviews.de/reviews/2022/Stone-The-Crows/Stone-The-Crows--Vinyl-Edition/" target="_blank" rel="nofollow">„Stone The Crows“ (1970)</a> und <a href="http://www.musikreviews.de/reviews/2022/Stone-The-Crows/Ode-To-John-Law--Vinyl-Edition/" target="_blank" rel="nofollow">„Ode To John Law“ (ebenfalls 1970)</a> das dritte STONE THE CROWS-Album „Tenage Licks“ aus dem Jahr 1971 auf Vinyl. Aller guten 'Vinyl'-Dinge sind ja bekanntlich drei, womit auch diese von Repertoire Records in bester Soundqualität verwirklichte Serie fast endet, weil eben nach drei 'Krähen'-Alben und dem tragischen Tod von Leslie Harvey auch das Ende dieser viel zu kurzen Band-Ära besiegelt werden sollte.
Kurze Zeit nach Harveys Tod und <a href="http://www.musikreviews.de/reviews/2021/Stone-The-Crows/Ontinous-Performance/" target="_blank" rel="nofollow">einem weiteren Album</a> lösten sich STONE THE CROWS zwei Jahre später auf, wobei der LED ZEPPELIN-Manager, der zuvor auch das 'Krähen'-Management übernommen hatte, Peter Grant, sich weiterhin um MAGGIE BELL kümmerte und ihre Solo-Aktivitäten vorantrieb, aus denen die beiden Alben <a href="http://www.musikreviews.de/reviews/2021/Maggie-Bell/Queen-Of-The-Night/" target="_blank" rel="nofollow">„Queen Of The Night“ (1974)</a> und <a href="http://www.musikreviews.de/reviews/2021/Maggie-Bell/Suicide-Sal/" target="_blank" rel="nofollow">„Suicide Sal“ (1975)</a> resultierten.
Nach diesem vorletzten STONE THE CROWS-Album, das übrigens überraschend mit dem an DEEP PURPLEs „Woman From Tokio“ erinnernden „Big Jim Salter“ beginnt und sich insgesamt auch deutlich Richtung Soul bewegt sowie Erinnerungen an die progressiv-soulrockige Ära der TEMPTATIONS weckt, wurde MAGGIE BELL in einer Leserumfrage des 'Melodie Makers' zur besten weiblichen Sängerin ausgezeichnet, was viel auch mit ihrer stimmlichen und leidenschaftlichen Ähnlichkeit zu JANIS JOPLIN zu tun hatte.
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Wie gewohnt wählten STONE THE CROWS für ihr Album wiederum einen Song, den sie coverten und auf ihre ureigene Art umsetzten, der allerdings im Vergleich zu ihren anderen Coverversionen nicht so gut abschneidet. „Don't Think Twice“ war eben schon durch das Original von BOB DYLAN dermaßen großartig, dass es in veränderter Form einfach nicht an das Original herankam.
Demgegenüber steht aber einer ihrer besten und zugleich gewagtesten Songs überhaupt: „Seven Lakes“ schließt das Album als extrem abwechslungsreiche Nummer ab, die als Ballade beginnt und sich nach und nach in Richtung Folk und Jazz bewegt.
Auf Vinyl ein wahres Klangerlebnis, da es durch das EROC-Remaster zudem im perfekten Stereo-Soundbild seine Vollendung findet.
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FAZIT: Endlich gibt es nun auch das dritte STONE THE CROWS-Album nach 51 Jahren wieder auf Vinyl! Mit „ Teenage Licks – Vinyl Edition“ bewies die schottische Band mit ihrer stark nach JANIS JOPLIN klingenden Sängerin MAGGIE BELL echtes Durchhaltevermögen, sodass ihnen in der internationalen Musik-Szene der Durchbruch gelang und sie als Top-Act bei vielen Rockfestivals eine angesagte Größe waren. Leider sollte ihnen schon ein Jahr danach der tragische Tod ihres Gründungsmitglieds Leslie Harvey auf der Bühne einen Strich durch ihre Erfolgsrechnung machen. Repertoire Records haben nach den ersten beiden nun auch das dritte STONE THE CROWS-Album ausgezeichnet sound-technisch durch EROC remastern lassen und es im Original-Gatefoldcover samt LP-Einleger mit Linernotes aus dem Jahr 2021 von Chris Welch veröffentlicht. Wiederum ein wahres Prachtstück für alle, die psychedelisch angehauchten, progressiven Blues und Rock lieben, der allerdings auf „Teenage Licks“ etwas eingängiger und melodiöser als auf den beiden Vorgängern klingt.
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Erschienen auf www.musikreviews.de am 06.11.2022
Steve Thompson
Maggie Bell
Les Harvey
Ronnie Leahy
Colin Allen
Repertoire Records
38:44
25.02.2022