<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/3ad10ec1bc6140028afdfd6e33342388" width="1" height="1" alt=""> Sie sind tatsächlich schon bei ihrem zwölften Studioalbum angekommen: MYSTIC PROPHECY waren nie ein Ausbund der Innovation und spielen mit ihrem neuen Werk auch nur wieder ihren Schuh herunter - auf hohem Niveau gleichwohl, und als Hörer mit gesundem Abstand staunt man abermals darüber, wie gut die altbekannte Power-Metal-Schiene auch hier funktioniert.
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Der Videotrack, Opener und Titeltrack ist eine klassische Teutonen-Metal-Dampframme, wie sie etwa Iron Savior im Akkord heraushauen (und schon auf mehreren früheren MYSTIC PROPHECY-Longplayern stand), und bekommt später einen starken Kompagnon in Form von ´Revenge And Fire´. Ansonsten beläuft sich "Hellriot" auf Midtempo-Stakkato-Gedöns der Marke ´Unholy Hell´ beziehungsweise nicht aus den Puschen kommenden Groove-Kram (´Paranoia´ und ´Rising With The Storm´), wobei die meisten Songs naturgemäß mit den Gesangsmelodien stehen und fallen; R.D. "Lia" Liapakis markantes Timbre war und ist neben seiner Expertise als Produzent der wertvollste Posten in der Band.
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Als unerwartete Highlights erweisen sich das feudal schreitende ´Road To Babylon´ und das stampfende ´Metal Attack´… "fire - desire"-Reim inklusive, und die gelinde gesagt dämlichen Metal-Klischee-Texte sind wohl etwas, das man MYSTIC PROPHECY nie wird austreiben können, so gut sie auch zu diesem Stil passen mögen.
Vorgänger "Metal Division". Auf der Soll-Seite stehen wieder die gefühlt zigmal gehörten Melodien von ´Demons Of The Night´ (der Leadgitarrensound scheint indes von Blind Guardian abgeschaut zu sein), doch gegen Ende wird es mit dem walzenden ´Cross The Line´ und dem melodischen Feger ´ World On Fire´ noch einmal echt stark.
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FAZIT: Das runde Dutzend machen MYSTIC PROPHECY mit einem Album voll, das Power Metal deutscher Prägung wie aus dem Lehrbuch bietet - nichts Neues also, aber in dieser Disziplin gibt es derzeit vielleicht eine Handvoll Bands, die es mit Lia und Co. aufnehmen können, zumal man vielleicht auch mal auf die starke Soloarbeit des/der Gitarristen hinweisen darf. Verblüffed, wie langlebig diese Kiste rappelt.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 12.05.2023
Joey Roxx
R.D. Liapakis
Markus Pohl, Evan K
Hanno Kerstan
ROAR! / Soulfood
41:37
19.05.2023