SOUL THRIVERS, das sind in erster Linie die Sängerin Dvora Davis und Adam Sikora, der maßgeblich durch sein Mundharmonikaspiel auf sich aufmerksam macht. Natürlich werden die beiden auch von einigen anderen guten Musikgeistern unterstützt, aber im Sinne des Coverfotos sind sie die Aushängeschilder der Band.
Zurecht, denn das Blues-, Soul-, Folk-Mischmasch lebt zu einem Großteil von Dvoras Gesang. Ihr warmes Timbre sticht zwar nicht unbedingt sofort hervor, überzeugt aber durch anhaltende Qualität.
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Gleiches gilt für die Musik, die den Streifzug durch die Genres in überwiegend lockeren Nummern mit reichlich Groove vollzieht. Dabei kommen die sanften Töne aber kaum zu kurz, gegenteilig hält sich die Musik insgesamt eher im Hintergrund und lässt der kraftvollen Stimme von Dvora den angemessenen Raum.
Hin und wieder sorgen Elemente wie Gospel-Chöre oder eine prägnante Basslinie für eine klangliche Fülle, die in flotten Groovern wie „Right Track“, sanften Ruhepolen („River Of My Love“) oder Tagtraum-Oden, welche die Mundharmonika in den Fokus rücken (u.a. „Morning Glory“), ein relativ breites Spektrum an Einflüssen aufweist, wenn auch der Grundstock der Musik stets aus Blues- und Soul gebaut ist.
FAZIT: Kritiker könnten anführen, dass die Musik ohne den ausdrucksstarken Gesang von Dvora Davis nur halb so knackig wäre und würden möglicherweise nicht verkehrt liegen. Aber die Sängerin ist nunmal ein wesentlicher Teil der SOUL THRIVERS und daher klingt „Morning Glory“ doch wirklich gut, wenn auch ein Faible für Blues und Rootsklänge seitens des Hörers nötig ist, um die Musik vollends genießen zu können.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 28.09.2023
Nick Morrison, Giggi De Cicco
Dvora Davis
Nick Morrison, Giggi De Cicco
Nick Morrison
Adam Sikora, Federico Corazzini
Adam Sikora (Mundharmonika, Querflöte), Giggi De Cicco, Onyi Macjossy (Hintergrundgesang)
Timezone Records
48:17
15.09.2023