Eine Zwei-Song-EP legt das Alpine-Ambient-Projekt STAAD unter dem Titel "Felder" vor und knüpft damit atmosphärisch an das eindringliche Debüt-Album an.
"Droben" und "Drunten" heißen die beiden Kompositionen, die erste interpretiert den Sternenhimmel, die zweite sein irdisches, genauer gesagt sein alpines Gegenbild. <i>"Sterne und das Himmelsgewölbe scheinen weit von uns entfernt zu sein, unergründlich und tiefschwarz"</i>, so STAAD. <i>"Für unsere alpinen Vorfahren war die Verbindung der Sterne mit dem Land von wesentlicher Bedeutung. Navigation, Kalender, Feste und Landwirtschaft wurden von den Sternenfeldern bestimmt, die wie glühende Götter über ihren Köpfen herrschten."</i>
"Droben" wirkt insofern losgelöst(er), "Drunten" erdig, und beide verbindet die Ahnung eines größeren Webens. Die Kuhweide mit dem Sternenzelt als natürliche Kirche? Die Einbindung des Kuhglockengeläuts steht zum sakralen Charakter der Musik jedenfalls mitnichten in einem Widerspruch, und beide Stücke steigern die Vorfreude auf ein nächstes Album.
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FAZIT: Nach dem überraschend starken Debüt kann STAAD auch mit der „Felder“-EP überzeugen und seinen Alpine Ambient eigensinnig weiterentwickeln.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 04.11.2023
Staad
Staad, Freunde, Kühe & allerhand Geister
House of Inkantation
8:51
06.10.2023