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Static Abyss: Aborted From Reality

Stil: Doom / Death Metal

Cover: Static Abyss: Aborted From Reality

<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/39ee828f658542eead42917739e7ecfa" width="1" height="1" alt=""> Es war also keine Eintagsfliege: STATIC ABYSS melden sich kaum ein Jahr nach ihrem Einstand "Labyrinth of Veins" mit einem mindestens ebenbürtigen Album zurück, bei dem eigentlich nur der Überraschungseffekt fehlt, den das Debüt der beiden Autopsy-Musiker mit sich brachte.

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Aborted From Reality´ zwischen Punk-Metal und Blastbeat-Parts einschließlich eines charakteristisch jaulenden Solos von Greg-Wilkinson und jenen verhängnisvoll zähen Momenten, die Doom Death in Reinkultur sind, aber durch Reiferts unverkennbare Stimme einen individuellen Anstrich erhalten. Hinsichtlich seiner melodischen Qualitäten ist "Aborted From Reality" seinem Vorgänger eindeutig überlegen, wie man an der unheilvoll flirrenden Single ´Wormskinned´ (geiler Rhythmuswechsel übrigens zur Bridge hin!) oder während des nur einminütigen ´Poisoned Limbs´, dessen Gitarrenmotiv unmittelbar ins Ohr geht.

Den Modus des Openers greifen STATIC ABYSS ansonsten immer wieder auf, sei es während des kriechenden und knüppelnden ´Cerebral Ghost´ oder im Anspieltipp ´Crosses and Coffins´ und besonders eindringlich in ´Horizon of Cremains´, dessen Steigerung sagenhaft dramatisch ist. Überhaupt staunt man darüber, wie viele Seiten das Duo der eigentlich relativ eng eingeschränkten Materie abgewinnt.
´Mind Tentacles´

Die beiden längeren Tracks ´Unrepentant Mutant Serpent´ (kämpferisch mit herrlichen Gitarrentrillern aus dem US-Todesblei-Lehrbuch) und ´The Static Abyss´ (ein standesgemäßer "Hit" für eine Nummer, die den Bandnamen in sich trägt) erwecken den Eindruck eines packenden Endspurts und machen umso mehr Bock auf eine Fortsetzung.

FAZIT: STATIC ABYSS wirken auch mit ihrem zweiten Album beileibe nicht wie ein halbseidenes Nebenprojekt. Mit Autopsy und dieser Band stehen uns nun gleich zwei leicht unterschiedliche Combos ins Haus, die der reinen Lehre des Death Metal mit unterschiedlichen Schwerpunkten verhaftet sind. Der hässliche Doom Death des Duos gewinnt durch Greg Wilkinsons melodisches Vokabular eine eigentümliche Schönheit, die "Aborted From Reality" unbedingt hörenswert macht.

Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 21.06.2023

Tracklist

  1. 1. Aborted From Reality
  2. 2. Wormskinned
  3. 3. Cathedral of Vomit
  4. 4. Cerebral Ghost
  5. 5. Mind Tentacles
  6. 6. Poisoned Limbs
  7. 7. Horizon of Cremains
  8. 8. Crosses and Coffins
  9. 9. Unrepentant Mutant Serpent
  10. 10. Dehumanized
  11. 11. The Static Abyss

Besetzung

  • Bass

    Greg Wilkinson

  • Gesang

    Chris Reifert

  • Gitarre

    Greg Wilkinson

  • Schlagzeug

    Chris Reifert

Sonstiges

  • Label

    Peaceville / Edel

  • Spieldauer

    51:25

  • Erscheinungsdatum

    30.06.2023

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