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Steam Slicer: devenir

Stil: Progressive Metal

Cover: Steam Slicer: devenir

Nach der Appetizer-EP „Echoes of Infinity“ reicht Joel de Blois nun den Albumeinstand von STEAM SLICER nach. Und so viel gleich vorweg: „devenir“ enttäuscht nicht, denn der von der EP bekannte Sound wurde u.a. um ein dreiteiliges Konzept über den Zyklus des Lebens erweitert. Dass dieses Debütalbum erneut im Alleingang ausgebrütet wurde, zeugt zumindest schon mal davon, dass das Mastermind ein Fleißbienchen ist und seine kreativen Säfte zügig zu fließen scheinen.
Letzten Endes kommt „devenir“ etwas turbulenter daher als die EP. Das ist einerseits logisch, denn die dem Album zugrunde liegende Thematik bietet sich an um vielseitig inszeniert zu werden, andererseits keimt mit zunehmenden Hörgenuss doch der Gedanke auf, dass auch hier das Potenzial, welches in der kompositorischen Stärke des Musikers liegt, noch nicht voll ausgeschöpft wurde.

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Ein Pluspunkt des Albums ist ohne Zweifel die kompakte Inszenierung. Denn dank fließender Übergänge zwischen den einzelnen Stücken wirkt „devenir“ eher wie ein überlanger Song, was natürlich die Aufteilung der Tracklist in drei Teile plus Intro/Outro und zwei „Transitions“ unterstützt.
Interessanterweise hinterlassen gemächliche Schleifer wie „crash“ oder das nach vertonter Anspannung klingende „livable“ mehr bleibende Eindrücke als eine progressive Reise wie „arctic“. Denn auch wenn die instrumentalen Fähigkeiten von Joel de Blois zweifellos interessant sind, so wirkt seine Musik immer dann am stärksten, wenn sich ein unterschwelliges, schwer fassbares Element in die Songs mischt, wie etwa im genannten „livable“. Das Tempo wird variiert und obwohl der Song hier und da abgehackt klingt, fällt ausgerechnet das nahtlos anschließende „realize“ ein wenig ab. Kann aber auch daran liegen, dass sich hier ein bereits bekannter Knackpunkt erneut zeigt: Wie aufreibend könnte dieser Song ausfallen, wenn sich mehr gesangliche Variation ausmachen ließe?
Damit lässt sich zu „devenir“ letzten Endes das gleiche sagen wie schon zur EP: Ein paar mehr Ecken und Kanten würden dem Material gut zu Gesicht stehen, das heißt aber nicht, dass…

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FAZIT: …STEAM SLICERs „devenir“ nicht ein gelungener Albumeinstand ist. Denn zweifellos versteht Joel de Blois etwas von musikalischer Inszenierung, die auch in er Lage ist, den Naturbezug des Artworks ein Stück weit einzufangen. Und trotzdem: Ein wenig mehr Härte, selbst wenn nur als Gegenpol zum ruhigen Grundton der Musik, würde dem Material nicht schaden.

Punkte: 10/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 28.11.2023

Tracklist

  1. <i>Part I Retro:</i>
  2. inept
  3. blaze
  4. arctic
  5. <i>Transition:</i>
  6. raise
  7. <i>Part II Existence:</i>
  8. glorious
  9. exuberant
  10. crash
  11. <i>Transition:</i>
  12. aware
  13. <i>Part III Becoming:</i>
  14. livable
  15. realize
  16. conceive
  17. <i>Outro:</i>
  18. shanti

Besetzung

  • Bass

    Joel de Blois

  • Gesang

    Joel de Blois

  • Gitarre

    Joel de Blois

  • Schlagzeug

    Joel de Blois

  • Sonstiges

    Ghostack (Samples)

Sonstiges

  • Label

    Eigenproduktion

  • Spieldauer

    52:45

  • Erscheinungsdatum

    03.11.2023

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