Auf „Tentacles“ präsentieren STICK MEN knapp dreißig Minuten (beinahe) reiner Instrumentalmusik.
Ist diese EP also nur ein Zwischendurch-Happen?
Das kommt ganz auf die Betrachtungsweise an (<a href="http://www.musikreviews.de/reviews/2023/Stick-Men/Tentacles/" target="_blank" rel="nofollow">denn eine sehr gute existiert bereits unter unserer Seite</a>).
Freunde von musikalischer Freigeistigkeit werden hier sicherlich auf ihre Kosten kommen, denn es gibt genug instrumentale Freiläufe und Improvisationen.
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Jedem dem bei (zu) kopflastiger Musik der Fuß einschläft, der lässt wohl eher die Finger von dieser Scheibe.
Die sechs Stücke ergehen sich in progressiven Abfahrten, die zwar nicht auf Teufel komm raus auf Nachvollziehbarkeit pfeifen, aber an einigen Stellen bleibt auch nach mehrmaligem (Hin-)Hören ein offensichtlicher Hauptakteur in den Nummern aus.
Ob mit dem Titel „Danger in the Workplace“ sowas wie eine verspätete Warnung an ungeübte Hörer gemeint ist, wird zwar nicht klar, aber das Potenzial zur Hirnverknotung ist doch allen Nummern mehr oder minder gemein.
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Aber wo der eine schnell einschläft, arbeitet sich ein anderer gerne ein und für Technikfetischisten und Taktzähler ist „Tentacles“ sicher spannender Stoff.
Wer aber eher weniger im Zickzack-Kurs durch sein Musikregal hüpft oder zur abendlichen Entspannung mal eben einen Rubix-Cube löst, der wird wahrscheinlich auch nicht zu Alben wie „Tentacles“ einschlafen (oder eben doch… Dann aber wahrscheinlich aus den falschen Gründen…).
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FAZIT: Instrumentale Könner sind die Herren von STICK MEN zweifellos und auch die knappe Spielzeit kommt „Tentacles“ letztendlich zugute. So wird wenigstens der Geduldsfaden nicht zu sehr überstrapaziert. Wer aber mit kopflastiger Instrumentalmusik per se nix anfangen kann, sollte auch von dieser EP die Finger lassen.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 12.04.2023
Tony Levin
Tony Levin
Markus Reuter, Tony Levin
Pat Mastelotto
Tony Levin (Soundscapes)
MoonJune Records
29:55
01.04.2022