Genau ein Jahr nach dem ersten Teil lassen STILLEKLANG mit „Tränen der Vergangenheit – Part II“ wieder von sich hören. Und wer den Vorgänger kennt, der weiß ziemlich genau was einen erwartet. Schwermütiger Black Metal mit Hang zum Weltverdruss steht auf dem Plan. Eingefasst in ein tristes Artwork hat sich am Grundkonzept bzw. am Grundsound der Musik kaum etwas geändert.
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Vielleicht sind die gesprochenen Zwischenteile diesmal etwas eindrücklicher ausgefallen, sodass das Album immer wieder Züge eines Hörbuches trägt. Auch der apathische Charakter der Musik ist geblieben, ebenso wie die instrumentale Schlüsselrolle von Geige und Klavier.
Ist „Tränen der Vergangenheit – Part II“ also einfach more of the same? Nicht ganz.
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In einigen Stücken treten die akustischen Instrumente deutlicher in den Vordergrund als zuletzt, was Nummern wie „Du schweigst…“ oder auch „Nichts wird so sein wie es einmal war“ unter einen schweren Schleier aus Tristesse und Bitterkeit legt. Hinzu kommt der verstärkte Einsatz von verzweifeltem Sprechgesang, der die lebensmüde Stimmung immer wieder verstärkt.
Allerdings wirkt dieses Album gerade im Verbund mit dem ersten Teil sehr bekannt. Mögliche Neuerungen oder unbekannte Ansätze bleiben größtenteils aus. Das ist im Kontext eines Zweiteilers zwar passend, aber es macht auch deutlich, dass sich diese Art von melancholischem Schwarzmetall schneller abnutzt als gedacht. Nichtsdestotrotz…
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FAZIT: …ist „Tränen der Vergangenheit – Part II“ ein rundes Stück melancholischen Black Metals mit Hang zur Depression. Da STILLEKLANG die grundlegende Ausrichtung ihres Materials kaum verändert haben, bleibt aber auch die Frage nach schärferen Kontrasten bestehen. Im Kontext eines Doppelkonzeptes macht der homogene Charakter aber durchaus Sinn.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 26.12.2023
Fabian Veith
Fabian Veith, Nadine S.
Fabian Veith
Fabian Veith
Marcus Röll
M. (Violine)
Schattenpfade/Crawling Chaos
46:19
29.11.2023