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Mumincunt: Crusaders of the Cunt

Stil: Melodic Black Metal, Death Metal

Cover: Mumincunt: Crusaders of the Cunt

Death- und Black-Metal mit sexuell anstößigen Texten zu verbinden, ist kaum mehr ein Novum und auch musikalisch ist „Crusaders of the Cunt“ kein neues Feuer in der Schnittmenge beider Genres. Allerdings wissen MUMINCUNT ihren Sound u.a. durch vereinzelte Einsätze von Synthesizern o.ä. interessant zu halten.
Textlich arbeiten sich die Schweden an allerlei fleischlichen Gelüsten ab, was angesichts des Bandnamens wenig überrascht. Damit stehen hier auch Bands wie z.B. BELPHEGOR Pate, wenngleich die psychopathisch-perverse Aura der Österreicher zu keiner Zeit angekratzt wird.
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Stattdessen gehen MUMINCUNT deutlich melodischer zu Werke, was sich u.a. auch in der Hinzunahme von Streichern und Keyboards zeigt, die z.B. dem Titeltrack eine leicht mystische Aura verleihen. „Lädermumins Borrporr“ schwingt danach den todesmetallischen Hammer und setzt eher auf Druck und Geschwindigkeit, anstatt auf Atmosphäre, was der Musik aber nicht schadet. Im Gegenteil, die Zusatzprise Brutalität schafft einige interessante Kontraste zu den Streichern, ehe am Ende Synthesizer in das nebulöse „Kristallhjärtat“ überleiten.
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Die Stimmung, die Gitarren, der Gesang, das alles klingt schon sehr von MGLA inspiriert.
Nicht nur in den Keyboards schwingt das nebulöse Element, welches die Polen perfektioniert haben, mit. Allerdings schaffen diese Zusätze auch eine deutlich dichtere Atmosphäre, als es bei den vorherigen Stücken der Fall ist, sodass diese Hommage als gelungen angesehen werden kann.
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Mit „Sex Knows no Bounds“ gibt’s danach wieder eins auf die Nuss. Der Song ist ein grooviger Headbanger, wird von atmosphärischen Keyboards aufgepeppt und kommt im Refrain erstaunlich schmissig daher. Das trifft auch auf „Det Dolda Riket“ zu. Unterstützt von Streichern bekommen die Melodien der Gitarren und des Tasteninstruments viel Raum, was für eine einnehmende Atmosphäre sorgt, die im interessanten Gegensatz zur todesmetallischen Basis steht. Vor allem die Saitenfraktion schüttelt sich einige Sahnegriffe aus dem Arm, sodass sich hier die Balance aus Brutalität, Stimmung und Melodie am nachdrücklichsten zeigt (nachzuhören u.a. im akustischen Gitarrenteil gegen Ende des Songs).
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Der instrumentale Abschluss „Visions Through a Nocturnal Dream“ nimmt diesen Faden mit seinem melodiösen Start erneut auf. Keyboards sorgen für ein minimal pompöses Feeling und die Streicher stehen etwas mehr im Vordergrund. Mit der Zeit groovt das Stück ganz ordentlich, wobei sich die Gitarrenfraktion in einem interessanten Melodiereigen ergeht, der dem Album einen fast wehmütigen Ausklang beschert.
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FAZIT: MUMINCUNT klingen mit ihrer Black-/Death-Metal-Melange kaum innovativ und auch die Abartigkeit ihrer möglichen Vorbilder BELPHEGOR fehlt den Schweden gänzlich. Stattdessen balancieren die Musiker stets zwischen Atmosphäre und klanglicher Brutalität und stabilisieren diesen Seiltanz mit einer gehörigen Schippe Groove. Dass hier kein Neuland erschlossen wird, versteht sich von selbst, aber „Crusaders of the Cunt“ macht als textlich pervers-infantile Schwarzkost durchaus Spaß.

Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 14.04.2024

Tracklist

  1. Desertörens Avrättning
  2. Mechanism
  3. Crusaders of the Cunt
  4. Lädermumins Borrporr
  5. Kristallhjärtat
  6. Sex Knows no Bounds
  7. Unholy Smegmageddon
  8. Det Dolda Riket
  9. Visions Through a Nocturnal Dream

Besetzung

Sonstiges

  • Label

    Pesttanz Klangschmiede

  • Spieldauer

    44:11

  • Erscheinungsdatum

    05.04.2024

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