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Suldusk: Anthesis

Stil: Post Black Metal

Cover: Suldusk: Anthesis

<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/b6adad6affd145ed9789140a4bbb3347" width="1" height="1" alt=""> Die Anthese ist der Vorgang des Blühens einer Pflanze von der Entfaltung der Knospe bis zum Ver-Blühen, und tatsächlich könnte man sagen, SULDUSK seien erst mit ihrem zweiten Album "Anthesis" zu voller Blüte gereift - nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass das einstiege Soloprojekt der Australierin Emily Highfield mittlerweile eine richtige Band ist.

Die neuen Songs wirken um längen reifer und facettenreicher als jene des 2019er Debütalbum "Lunar Falls", obgleich der Stil gleich bleibt: Suldusk dienen sich ob bewusst oder nicht Freunden starker Musikerinnen mit einem Background in sowohl Folkmusik als auch Black Metal an - natürlich Myrkur, dann Sylvaine, Vermilia aus Finnland und mit Abstrichen vielleicht auch Hulder. Unter diesen Voraussetzungen bietet "Anthesis" nichts Neues, ist aber durchweg ordentlich gemacht und weist in Sachen Songwriting noch einige Luft nach oben auf.

'Verdalet' steht als Opener nach einem nichtssagenden Intro mit Blastbeats, Doublebass und Brummel-Bass in Kombination mit Screams und kehligem melodischen Gesang exemplarisch für Suldusks Stil. Die längeren Tracks - das zarte 'Crowns Of Esper' mit Streichern und Percussion, die reine Ballade 'Sphaera' und das abschließende 'A Luminous End' mit Leprous-Cellist Raphael Weinroth-Browne, das zwischen akustischem Intro und Outro gehörig aufbraust - deuten an, wohin die Reise in Zukunft gehen mag…

In freiere, um nicht zu sagen progressivere Gefilde, während das stark auf jüngere Alcest gebürstete 'Crystalline' und das ähnlich geartete Titelstück die relative Vorhersehbarkeit der Band widerspiegeln; grober Knüppel und Streicheleinheiten wechseln sich ständig ab, gleichwohl das Ergebnis trotz ausbleibender Überraschungsmomente jederzeit Stil hat.

FAZIT: Mit "Anthesis" zeigen SULDUSK erstmals höheres Potenzial, das es jetzt auszuschöpfen gilt, indem der Blackgaze-Ethereal-Folk-Verschnitt einen langen Atem beweist, die Besetzung stabil hält und Souveränität durch Konzerte erlangt. Die Platte driftet abgesehen von dem doch arg seichten 'Leaven' nie in belangloses Heavenly-Voices-Gesäusel ab und findet in dem hypnotischen, sehr liedhaften 'Mythical Creatures' seinen Höhepunkt.

Punkte: 11/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 19.02.2024

Tracklist

  1. 1. Astraeus 01:53
  2. 2. Verdalet 04:23
  3. 3. Crowns Of Esper 06:15
  4. 4. Crystalline 05:48
  5. 5. Sphaera 06:36
  6. 6. Anthesis 04:33
  7. 7. Mythical Creatures 05:07
  8. 8. Leaven 04:49
  9. 9. A Luminous End 07:00

Besetzung

  • Bass

    Frankie Demuru

  • Gesang

    Emily Highfield, Shane Mulholland

  • Gitarre

    Emily Highfield, Shane Mulholland, Josh Taylor

  • Schlagzeug

    Daniel Green

  • Sonstiges

    Raphael Weinroth-Browne, Rachelle Harvey (Cello), Hayley Anderson (Violine)

Sonstiges

  • Label

    Napalm / SPV

  • Spieldauer

    46:24

  • Erscheinungsdatum

    01.03.2024

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