Zurück

Reviews

Surgery: Living Dead

Stil: Death Metal

Cover: Surgery: Living Dead

Zombie-Death Metal, Teil x. Die Slowaken SURGERY haben mit „Living Dead“ im Februar diesen Jahres ihr drittes Album in zwölf Jahren auf die Death Metaller dieser Welt losgelassen. Klar, eine OP am lebenden Patienten dauert schon ihre Zeit, da zieht es sich umso mehr, die Toten wieder zum Leben zu erwecken.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 42px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3735698774/size=small/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/track=2111523566/transparent=true/" seamless><a href="https://greatdanerecords.bandcamp.com/album/living-dead">Living dead von SURGERY</a></iframe></center></br>

Der Soundtrack zu diesem Unterfangen ist Death'n'Roll der groovigen Sorte, der ab und zu von einer Prise Thrash-Metal-Riffing angefeuert wird. Gemessen am Textkonzept über Zombies, Gore und allerlei andere Appetitanreger lässt der klangliche Eiter erstaunlicherweise auf sich warten. Stattdessen klingt das Album sehr warm ausproduziert, die Riffs sägen unermüdlich durchs Gebälk und der Bass klingt angenehm präsent.
Auch der Gesang ist gut verständlich und Stücke wie „Intruders From Other Space“ gefallen dank einer leichten Tendenz gen Horror (ohne Gore), sodass sich die thematische Monotonie verschmerzen lässt.
<br><center><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/hKAKp4PreTI?si=KOcocnDauPDaGrql" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></center></br>

Insgesamt sind SURGERY zwar weit weg von death-metallischer Chirurgenarbeit, denn unterm Strich regiert hier doch eher die grobe Groove-Kelle, anstatt des filigranen Riff-Skalpells, was aber nicht bedeutet, dass die Musiker nicht um die Bedeutung von Dynamik wissen.
Beispiele finden sich u.a. in Form des zackigen „Death In You“ (bei dem hinten raus die Handbremse gezogen wird und der Gitarrist auch ein wenig freigeistige Fingerübungen wagt) oder dem nuancierten Epik-Deather „A Day To Die“, der dank tollem Groove die Nackenmuskeln ein letztes Mal auf Betriebstemperatur bringt.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3735698774/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="https://greatdanerecords.bandcamp.com/album/living-dead">Living dead von SURGERY</a></iframe></center></br>

FAZIT: Die Toten leben. Zumindest wenn es nach SURGERYs „Living Dead“ geht. Ob der Zombie-Death-Metal ebenjene wirklich aus dem Erdreich zurückholen kann, ist zwar fraglich, aber als spaßige Gore-Mahlzeit für die entsprechende Hörergruppe ist das Album ein wohlschmeckender Snack für zwischendurch.

Punkte: 10/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 06.05.2024

Tracklist

  1. Living Dead
  2. Zombie Influence
  3. Violence
  4. Intruders From Other Space
  5. Last Chance
  6. Death In You
  7. Terror At Night
  8. A Day To Die

Besetzung

  • Bass

    Robert Hanecak

  • Gesang

    Tomáš Hudác, Jozef „Falusoid“ Kovac

  • Gitarre

    Radoslav Body

  • Schlagzeug

    Peter Husák

Sonstiges

  • Label

    Great Dane Records

  • Spieldauer

    29:31

  • Erscheinungsdatum

    23.02.2024

© Musikreviews.de