<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/80048f9dd4b948938a38ee30271b4868" width="1" height="1" alt=""> Um "Goodnight My Children" zu beschreiben, sollte man das Pferd vielleicht von hinten aufzäumen. Das abschließende Titelstück des neuen THE NEPTUNE POWER FEDERATION-Albums steht auf seine sperrige Art beispielhaft für das neue Material der schrulligen australischen Band, die es sich auf ihrer sechsten LP nicht gerade leicht macht, aber wahrscheinlich bestätigen wird, dass Eigensinn auch ein Erfolgsrezept sein kann.
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Die devoten Fans des Quintetts finden sich jedenfalls sofort in jenem vertrauten B-Movie-Horror-Fantasie-Universum wieder, das die Federation seit je reizvoll macht - neben Sängerin Screaming Loz Sutchs Gesangsperformance wohlgemerkt, die auf "Goodnight My Children" manche recht simpel gestrickte Nummer zu einem spannenden Erlebnis zum Genießen unterm Kopfhörer macht. Der Uptempo-Singalong 'Let Us Begin' ist beispielsweise so ein Ding in der Tradition von unter anderem Black Sabbaths 'Neon Knights', aber auch die AC/DC-verdächtigen Shuffles 'Lock & Key' und 'Betrothed To The Serpent', die jeweils mit extrem zwingender Gesangs-Hookline und einem schmissigen Klatsch-Rhythmus daherkommen.
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Letzterer zeichnet auch das gutgelaunt hämmernde 'Evermore' aus, darüber hinaus schlagen TNPF auch an ihren eigenen Verhältnissen gemäßen neue Töne an, insbesondere mit dem Runaways-mäßigen Pop-Metal 'Twas A Lie' samt kauzigen Synthesizern. Das gespenstische 'Woe Be Father's Troubled Mind' mit Keyboard-Teppich und Chorgesang sowie das ähnlich gruselige, minimalistisch in Szene gesetzte 'Hariette Mae' markieren die wenig offensichtlich Highlights einer vordergründig speckigen Rock-Platte, die nicht so zwingend ausfällt wie ihr Vorgänger.
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FAZIT: THE NEPTUNE POWER FEDERATION bleiben auf "Goodnight My Children" sie selbst. Ihr Counter-Culture-Hardrock mit dem Flair eines trashigen Biker-Films zeichnet sich einmal mehr durch detailverliebte mehrstimmige Gesangsarrangements aus, die gepaart mit schlichten Songstrukturen diesmal nur solide Ergebnisse erzielt. Die Platte ist vielseitiger als, aber kompositorisch nicht so stark und mitreißend wie "Le Demon D'Amour" (2022).
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 28.02.2024
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