‘Es geht um Liebe, Ehre und Respekt‘ singen BLINDGÄNGER in „Respekt“ und bringen damit einige der Kernwerte des Hardcore-Genres auf den Punkt. Dass dabei Kid-D von den RYKER’S als stimmliche Verstärkung mit an Bord ist, passt also wie die Faust aufs Auge.
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Allerdings beschränken sich BLINDGÄNGER nicht auf pure Genre-Reinheit. Das zeigen sie u.a. in „Schwestern aus Stahl“, das neben der sehr melodischen Gitarrenarbeit auch Laura Guldemond (BURNING WITCHES) als Gastsängerin mitbringt. Der schweizerische Akzent der Dame passt sehr gut zur kämpferischen Stimmung, die sich auch in der dramaturgischen Inszenierung (inklusive Streicher) des Songs wiederfindet.
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Demgegenüber stehen aber auch Brecher wie „Ganz gleich“, oder der Riffbullide „Zeichen“.
Speziell letztere Nummer gefällt mit einem knackig tönenden Bass, der sich auch in der Depressionsaufarbeitung „Das Warten auf nichts“ wiederfindet.
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Der Abschluss „Glut“ macht als variabler Querschläger zwischen Hardcore-Groove und melodischer Gitarrenarbeit eine gute Figur und gewinnt auch dank des variableren Gesangs (es wird um einiges melodischer) beständig an Reiz.
Mit Texten über Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und Eigenständigkeit gewinnen BLINDGÄNGER darüber hinaus zusätzliche Sympathiepunkte.
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FAZIT: BLINDGÄNGER tanzen grazil (oder eher druckvoll) auf der Grenze zwischen Hardcore und Metal. Der Fokus der Band liegt aber deutlich auf ihren Texten, die u.a. zu Eigenständigkeit und Miteinander aufrufen. Dass der sprachliche Ton dabei nicht immer auf Kuschelkurs ist, sollte angesichts der Musik kaum verwundern.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 14.01.2025
Eigenproduktion
41:05
04.01.2025